Was soll diese Seite?

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Miteinander reden 

Erfahrungen austauschen

Tipps statt Geheimnisse 

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„…es kostet nichts, es ist einfach, du erreichst es schnell, du kannst es alleine, du brauchst kein Rezept, es macht dich fit, du fühlst dich besser, du gewinnst entscheidend…“

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Ü b e r   m i c h

Wer in den Wanderberichten liest, die ab August 2010 entstanden sind, trotz Rentenalter und Handicap, erfährt von den vielfältigen Erlebnissen und Erfahrungen, die immer wieder bestätigen, wie erfolgreich eine kontinuierliche Mehrbewegung auf die Leistungsfähigkeit, die Gesundheit und auf das Wohlbefinden einwirkt. Es handelt sich dabei um nichts Geringeres als um das Wichtigste, worauf wir allesamt bei fortschreitendem Alter angewiesen sind…

Geboren 1936 in Leipzig kam ich nach der Lehre 1955 nach Stuttgart. 32 zweibeinige Berufsjahre als Grafik-Designer versandeten zuletzt im Computerzeitalter. Die freiberuflichen Chancen waren dahin. Ersatzjobs neben der Rente, wie Kurierdienst und Direktvertrieb, entwickelten für mich völlig neue und bisher vernachlässigte Fähigkeiten: Nach vorne schauen und kommunizieren.

Schlagartig wurde das wieder beendet. Eine „genial“ behandelte Venenentzündung führte zu Vereiterungen und OP. Unausgeheilt „durfte“ ich vorzeitig nach Hause. Die Ärzte wussten es genau: „Das wächst auch zu Hause zu!“ Doch die kleine noch offene Wunde wurde eigenwillig, sie wuchs unermüdlich. Nach zwölf Klinik-Monaten und vielen weiteren OPs bedeckte sie ringsum den gesamten rechten Unterschenkel. Die Sepsis war dann die Zugabe. Die Amputation über dem Knie, Juli 2006, fünf Wochen Koma, Rehaklinik, zwölf Monate Rollstuhl – das war mein Preis für das wertvolle Ersatzteil, genannt Prothese.
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Herbst 2007: Durch einen kurzen Satz entkam ich dem Rollstuhl: “ Nun laufen Sie doch endlich mal…!“ Dieser freundliche Anstoß meiner Vermieterin und eine alte Wanderidee verursachten plötzlich Entwicklungen in eine positive Richtung, früher völlig unvorstellbar, weil  möglich nur mit EINEM Bein. Wertvolle Erfahrungen habe ich daraus gewonnen, die ich gern weitergebe. Deshalb freue ich mich über jede Unterhaltung am Telefon, jeden Kommentar oder jede Mail!
 
Der körperliche Umbau in die Spezies der „Einbeiner“ stülpt das tägliche Leben völlig um. Ich laufe jetzt langsamer, aber effektiver und genussvoller. Viele Dinge, nach vielen Prothesen-Wanderkilometp1020755ern, offenbaren jetzt einen völlig anderen Sinn und bringen stärkere Dynamik als bisher. Nur mit Prothese wurde die Aktion „Bewegung hilft“ möglich, richtig weit und vergnüglich durch Deutschland zu wandern und damit Ziele zu verfolgen.
 
Mein heutiges Konzept für eine bewusstere, gesündere und präventive Entwicklung trotz Handicap heißt:
Sinnvoll angepasste und ausgewogene Ernährung an den stark erhöhten Energiebedarf, denn der Energieverbrauch ist durch das Laufen mit Prothese stark erhöht. Dazu regelmäßig MEHR Bewegung als im Alltag, beides für Fitness und Stabilität. –
Vergiß zwar nicht dich selbst, aber denke auch an die anderen! –
Statt langweiligen Abkürzungen erlebnisreiche Umwege wählen und statt fauler Bequemlichkeit wertvolle Kondition durch dosierte Anstrengung!
 
So entdeckst du ungeahnte Möglichkeiten.
 
 
Ü b e r   u n s 
 
Wenn wir Einbeiner zusammensitzen, wissen wir, wovon wir reden. Die Zweibeiner kennen nicht unsere Situation, wie sie abläuft und erlebt wird über 24 Stunden. Sie wurden nicht in einen Schaft gesteckt. Da sind nur wir die Experten und haben das Prothesen-feeling und können uns gegenseitig wirklich helfen und verstehen.
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Jeder einzelne hat seit seiner Reha andere Erfahrungen gemacht. Und worüber reden wir, wenn wir in einer Aktivgruppe oder Selbsthilfegruppe zusammensitzen? Es sind unsere guten und schlechten Erfahrungen mit Ärzten, Ämtern und Krankenkassen! Unsere Begleiter sind Phantomschmerzen, Entzündungen, Ratlosigkeit und mehr. Was wir brauchen ist Zutrauen, Mut, Motivation und mehr. Wir tauschen uns aus und verteilen Tipps! Dadurch entsteht  direkte Hilfe! Wer kann das besser als wir selbst? WIR sind die Experten dafür! Wir dürfen nicht jammern. Was wäre, wenn wir eine Problemlösung hätten und nicht damit herausrückten? Wenn wir nicht auch mal was Neues gemeinsam unternehmen würden?
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Tipps und Anregungen weisen in die Zukunft! Geheimnisse sind unfair, sie grenzen an unterlassene Hilfeleistung! Deshalb gibt es nichts Wichtigeres für uns mit Handicap, sofort nach der Reha eine Gemeinschaft zu finden, die sich freiwillig, gern und regelmäßig trifft! Aber es gibt noch viel zu wenige Selbsthilfegruppen in Deutschland. Zu viele Isolierte und Einsame mit Handicap. Die Meisten haben schlicht keine Ahnung und Vorstellung von ihren Möglichkeiten und Chancen. Was ein einziger Anstoß verändern könnte!
 
Wir müssen uns öffnen, wenn es weitergehen soll! Wie oben schon gesagt, einfach mal den Hörer schwingen, gern rufe ich zurück. Austausch bringt was.
 
 
 
E n e r g i e   r e i n   –   E n e r g i e   r a u s
 
Bewegung hilft – aber nur, wenn der Energiehaushalt im Gleichgewicht ist.  Ernährungsmangel und Überfluss sind schädlich. Bewegungsmangel und Überanstrengung schaden ebenfalls. Ernährungsmangel kann auch eintreten, obwohl ich „frisch abgefüllt“ bin. Bewegungsmangel passiert sehr leicht,P1060531 wenn man nicht an seine Grenzen geht. Wir alle kennen doch  unsere Bequemlichkeiten. 
 
Erst wenn ich mehr laufe als im Alltag nötig ist, fördert das meine Fitness, Energie  und Stabilität, ist also gesünder. Der gesamte Organismus ist beteiligt und profitiert durch die Kräftigung. Wenn ich aber dann die Ernährung nicht qualitativ anpasse, wird der Mangel eintreten. Das sind meine Erfahrungen, seit ich 2007 mit der Prothese schwinge.
 
Thema Mehrbewegung. Sie hat mir nie geschadet. Ich habe sie langsam und systematisch aufgebaut. Sie hat mir geholfen mich rundum besser zu fühlen und mehr leisten zu können. Dieses Prinzip habe ich für die Prothesencamps verwendet.
 
P1160037Problem Anstrengung. 216 Tagesmärsche in 2011 und 2012, über insgesamt 11 Monate, das war meine Aufgabe für die Oberschenkelprothese, den Beinstumpf und alles was noch an ihm befestigt ist, innerhalb der Aktion „Bewegung hilft“. Die Gegend kann noch so schön sein: Da gab es unterwegs unbequeme Betten, grobe Schotterwege, alle Sandarten, lange steile Anstiege, Matsch, Wurzeln, feuchte Wiesen, liegende Baumstämme. Regentage, Wetterwechsel, Hitze ohne Wald, Entzündungen, Gelenkschmerzen, und einiges mehr. Die Anstrengung ist immer nur am Anfang, bald spürst du sie nicht mehr.
 
Problem Mahlzeiten, die in den Quartieren nicht im Geringsten an dieseMahlzeit am Rennsteig Anforderungen angepasst werden konnten, wie denn auch. Ein Tipp eines Freundes hat bewirkt, dass trotzdem alles leichter wurde und dass statt Aufgabe der Tour ein ausdauerndes Vergnügen entstehen konnte. Er hatte mir schon im Jahr 2000 Produkte zum Lückenfüllen empfohlen, die schon damals von sehr vielen Hochleistungssportlern erfolgreich angewendet wurden. Die Wirkung kenne ich seitdem, deshalb hatte ich genau diese Dosen dabei.
 
Problem Entzündungen. Ich wusste es, Omega 3-Öl wirkt entzündungshemmend, das habe ich am Beinstumpf schon vorher ausprobiert. Ich habe immer wasserlösliches dabei, was nicht schmiert, sehr schnell in der Haut verschwindet, aber entwickelt ist für die Wirkung von innen. Ideal für mich, wenn es dadurch doppelt wirkt, wenn ich abends zusätzlich einen Tropfen auf der entzündeten Hautstelle einreibe und am Morgen nichts mehr davon sehe. Ich kann also weiterlaufen!
 
Problem Gelenkschmerzen. Man hat ja Verschleiß, ich habe trotzdem weite Wege zurückgelegt. Ich hatte die Schmerzen nur zweimal, das hätte schon P1110409für die Heimfahrt gereicht. Aber mein Gegenmittel vertrieb das Problem innerhalb von jeweils fünf Tagen.
 
Thema Energieverlust, Konzentration und Ausdauer. Wenn du drei bis vier Kilometer wanderst, hast du schnell Kohldampf im Magen und Blei in den Socken, mit Prothese geht das einfach schneller. Dabei muss ich auf Wurzelwegen oder generell auf schwierigem Gelände stets hoch konzentriert sein. Ein ganz spezieller Drink, ein paar Bissen, und es geht immer konzentriert weiter wie am frühen Morgen. Mit dem Schweiß verliere ich auch schnell Mineralien. Um ausdauernd laufen zu können, habe ich zum Ausgleich isotonischen Ausgleich genutzt.
 
Foto90Thema Atmung. Das gehört direkt zur Energie. Ich atme tiefer, besonders bergauf, und bekomme deutlich mehr Sauerstoff in die Lungen und ins Blut. In den Körperzellen „verbrennen“ damit die verschluckten Nährstoffe. Was entsteht daraus? Energie! Während ich welche verbrauche, kommt bei Bewegung mit tiefer Atmung immer Nachschub. Der direkte Zusammenhang zwischen Ernährung und Bewegung wird da sehr deutlich. Hier auf dem besonders steilen Plattenweg des Grünen Bandes war es so – gleichmäßig kam ich ohne Stopps gut nach oben, aber dort fand ich einen Baumstumpf, passend zu meinem verständlichen Hunger.
 
Problem ausreichend und gut Schlafen. Die Regeneration war grundsätzlich entscheidend. Unausgeruht und nicht entspannt ist man bald am Ende. Aber hunderte Kilometer laufen, das heißt durchhalten, Ausdauer, und bitte – keine Krämpfe und Verspannungen bekommen! Mein Cocktail aus Mineralien und Spurenelementen bescherte mir nach fünf bis sieben Schlafstunden problemloses Weiterwandern ohne auffällige Müdigkeit.
 
Problem Immunsystem. Alle Monate zwischen Februar und Oktober bin ichFoto8 gewandert. Ich gehe ja auch sehr gern raus wenn Schnee liegt. Jede Witterung nahm ich so wie sie kam. Täglich brauchte ich Widerstandskraft. Mein Immunsystem blieb immer stabil.
 
Ich bin sicher, ich hatte eine gute Ausgewogenheit unterwegs, was den Input und Output von Energie betrifft. Anstrengungen und Ausdauer wurden dadurch möglich und haben mir am meisten geholfen. Dann sind solche Wanderungen keine Sache von Müdigkeit und Schlappheit. Das wirkt sich enorm auf meine Stimmung aus! Über viele dieser Zusammenhänge bei Bewegung habe ich jede Menge Tipps parat und gebe gern genaue Auskunft.
 
 
 
 
 
 
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