Tag 100, Dienstag, 21.8.12, Regensburg bis Baggersee und zurück

Wie wäre es mit einer Donaurundwanderung bis zu diesem See? Er liegt 5 km westlich neben der Donau. Möglichst 10 km will ich heute schaffen, das müsste also passen!

Schräg gegenüber meines Frühstücks-Tisches ist eine Sitznische; an der Wand hängen acht Bilder, die den Papst zeigen. Es wirkt, als ob er hier gewesen ist.

Hinter der nördlichen Brücke geht neben der Schleuse ein Radweg donauaufwärts in Richtung Ulm. Zuerst drückt der Schaft so, dass ich am Zaun der Schleuse die Prothese neu anziehen muss. Danach geht’s etwas besser, denn die Gewöhnung macht’s.

Neben der Autobahn-Donaubrücke steht eine dreiteilige Fußgängerbrücke über den dreifach geteilten Fluß. Hier verläuft der Naabradweg, drüben der Donauradweg. Naab, das kenne ich noch von der Schule: „Iller, Lech, Isar, Inn fließ’n zu der Donau hin, Altmühl, Naab und Räsch’n fließen ihr entgesch’n! Völlig richtig geschrieben, ich war ja in Sachsen in der Schule.

Auf diesem Weg wandere ich in einem großen Bogen zum Baggersee. Ein Radfahrer steigt ab. Er spricht mich wegen des gestrigen Artikels in der mittelbayrischen Zeitung an. Es geht wieder um die Themen Bewegung und speziell Radfahren. Er erzählt aber auch, dass er den Papst schon lange kenne. Ja, in der besagten Sitzecke sei er schon gewesen.

Nach sechseinhalb km beginne ich die Runde um den Baggersee. Auch hier, wie in der Donau, gibt es vereinzelte Schwimmer. Das Wasser sieht auch recht sauber aus, die paar Leutchen vermindern die Qualität nicht übermäßig. Nebendran ist ein Freibad mit entsprechender Gräuschkulisse und gechlorten Badegästen. Erinnert mich an meinen Biergarten, nur auf andere Art feucht-fröhlich!

Ich steuere wieder auf die lange Brücke für Fußgänger zu. Dort mache ich eine Schleife durch den Inselpark Obere Wöhrd. Das war mal eine Halbinsel, bis im 14. Jahrhundert ein Hochwasser einiges Land wegschwemmte.

Ein Fußballplatz. Eine Rasenbesprengungsanlage tackert im Kreis und nässt die kurzen Halme ein. Sie übt eine geheimnisvolle Anziehungskraft aus. Zumindest bleibe ich stehen. Die stoßweise herausgeschleuderten Tropfen glitzern enorm feucht. Ein dünner Schleier entsteht auf der entgegengesetzten Seite. Meine Haut fühlt sich an wie nach zehn km Sahara. Unwillkürlich dichte ich die Lumixcamera mit dem T-Shirt ab und meine Schritte kommen von der vorgedachten Linie ab. Dann habe ich den Sprühregen über mir. Wunderbar! Warum gibt es nur so wenige dieser Anlagen?

Bevor ich über die Brücke die nächste Insel erreiche, mache ich meine dritte Rast. Wegen der Wärme habe ich mein heutiges Trinkpensum sehr genau eingeteilt. Zwischen den halbstündlichen Rastzeiten nehme ich zusätzlich immer nochmal einen isotonischen Fitness-Mineraldrink. Das ständige Schwitzen verlangt den Ausgleich des Mineralienverlustes. Aber auch die B-Vitamine als Energielieferanten gleiche ich regelmäßig aus. Insgesamt habe ich morgens incl. Frühstück 1,5 Liter und unterwegs 3,5 Liter getrunken.

So langsam merke ich zwar die Kilometer im Schaft, die mit glühenden Schuhsohlen und mit ungeplanten Schlenkern dazugelaufen wurden, aber ansonsten lief es doch unverhofft problemlos. Es ist schon fast 18:30, als ich nach über neun Stunden mit etwa 30 Grad Wärme ohne Ventilator am Quartier zurück bin.

Km heute: Soll 12,5 Ist 14

Km gesamt: Soll 1250 Ist 1250

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