Das mache ich nicht so oft

Samstag, 3. März 2018

Diesen Moment, die Marke von 10.000 Kilometern zu überwandern, möchte ich nicht allzu einsam erleben. Auf der Eisfläche eines Parkplatzes am südlichen Ortsrand von Musberg treffen wir uns. Meine „Mitwanderer“ Gundula und Helmut, Karl und Alfons nehmen mich in die Mitte des Bildes. Knappe zehn Kilometer schängelt und biegt sich unsere Route rund um den Ort. Es wird hügelig, aber zuerst wollen wir über den Eichberg hinunter zur Eselsmühle im oberen Siebenmühlental.

Allerdings, eigentlich wären wir acht Wanderer gewesen. Daniel hatte unverrückbare Familienpläne. Und Carola und Susan hatten Termine mit Grippeviren.

Die Landschaft ist bis auf die Sonnenhänge noch voller Schnee und eisiger Wegstellen. Helmut trägt ebenfalls eine Oberschenkelprothese, zur Abwechslung jedoch linksseitig. Auf einigen Wanderungen hat er mich schon begleitet. Regelmäßig läuft er „ums Haus“ und hält seine wertvolle Fitness aufrecht. Heute müssen wir beide besonders gut aufpassen, aber der Abstieg gelingt.

 

 

 

 

Eine Stelle, fast schon unten, ist besonders glatt.  Langsam und seitlich, da ergibt sich der sicherste Halt.

Dann ist es schon so weit. An der Eselsmühle ist der seit einiger Zeit angestrebte Punkt erreicht. Alfons zückt einen interessant gefüllten Riesenflachmann hervor, mit einer bayrisch-duftigen lecker-roten Flüssigkeit, und auch die Gläser hat er dabei. Zum Wohl, „auf die nächsten Zehntausend!“ – naja, angebrochen sind sie ja schon paar Meter!

Aber wir kehren hier nicht ein. Die Sonne strahlt uns freundlichst an und wir haben ja noch das meiste vor uns.

 

 

Die Esel wollen sich aus gegebenem Anlass gleich mit Gundula anfreunden, aber so artgerecht wäre diese Ernährung nicht. Gundula war hier in der Nähe auch schon zweimal mitgewandert.

 

 

 

Das Siebenmühlental im Süden Stuttgarts führt hinein in den Schönbuch zum Aichtal und ist eines der beliebtesten Ausflugsziele. Auch unsere Route ist sehr abwechslungsreich.

Bald erreichen wir den Viadukt,  anstatt mit Bahngleisen seit längerem mit einem Fahrrad- und Wanderweg versehen.

 

Nach dem ersten steilen Anstieg steht am Waldrand die erwartete Bank. Mit Aussicht auf Musberg. Alfons ist technisch immer bestens ausgerüstet, wie man sieht. Als Mitwanderer ist er mit mir schon seit 2011 unterwegs. Ab Coburg wollte er mal einen Tag mitkommen, es wurden viele daraus.

 

 

Karl wohnt ganz in meiner Nähe. Er wollte einfach mal mit. Er ist gut drauf, eine Kleinigkeit für ihn.

 

Der Schnee taut heute mächtig, das Eis platzt regelrecht auf. Darunter erscheint der Schmellbach, ein Zulauf zum Reichenbach.

 

 

 

Das Schmellbachtal hat hier nur einen Wanderpfad, wir steigen es hinauf. Bevor die Wege  im Wald wieder glatt und steiler werden, nutzen wir die nächste Bank. Etwas zu hoch geraten, dieser Sitz! 

Nach dem Wispelwald freie Sicht über die Filder. Am Südrand von Oberaichen geht es bequem in eine breite Senke und danach am Rande des Weilerwaldes zurück zu den Autos.  „Das machen wir jetzt jedes Jahr“, schlägt der andere Einbeiner vor.  Vorschlag allgemein angenommen!  Aber dann bitte ohne grippale Einschränkungen!? Und mit diesem roten Saft!!

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2 Antworten zu “Das mache ich nicht so oft

  1. Es war mir eine Freude, dabei zu sein. Gerne können wir das jährlich wiederholen. Toller Bericht. LG Alfons

  2. Wenn dir das nich zu selten ist, von mir aus auch gerne. Danke, fitte Grüße, R.

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