Archiv der Kategorie: Presseberichte 2010/11/12

Mit 75 Jahren und Oberschenkelprothese – von der Spree bis zur Isar — kobinet

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,30611/ticket,g_a_s_t

Mit 75 Jahren und Oberschenkelprothese – von der Spree bis zur Isar.

Wedemark (kobinet) Roland Zahn hat in München seine mit mehr als 1700 Kilometern bisher längste Wanderung durch Deutschland beendet. Das berichtete jetzt der im bayerischen Wedemark ansässige Bundesverband für Menschen mit Arm- oder Beinamputation e.V., der die am 26. Februar in Berlin gestartete Tour „Bewegung hilft 2012“ unterstützt hat.

Nach siebeneinhalb Monaten, 137 Wandertagen und 1749 Kilometern hatte der 75-jährige oberschenkelamputierte Mann sein Ziel erreicht. Er war zuerst in nördlicher Richtung bis zur Ostsee und von dort aus in Richtung Süden gewandert, um dann seinen Weg durch den Harz, Niederbayern, über den östlichen Allgäu und Oberbayern bis nach München fortzusetzen.

„Roland Zahn will anderen Mut machen. Zusammen mit dem Bundesverband für Menschen mit Arm- oder Beinamputation, der ihn logistisch und finanziell unterstützt, setzt er sich für Neugründungen von Selbsthilfegruppen in Deutschland ein. Deren Anzahl soll von 40 auf flächendeckende 1000 ansteigen“, so die Pressemitteilung des 2011 in München eingetragenen Vereins. sch

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BMAB e.V.: Aktion „Bewegung hilft 2012“

http://bmab.de/

Aktion „Bewegung hilft 2012“

Mit 75 Jahren und Oberschenkelprothese
– von der Spree bis zur Isar –

Am 12. Oktober hat Roland Zahn mit dem Zerreißen des blauen Bandes vor dem Büro des Sozialverbandes Deutschland in München seine mit mehr als 1700 Kilometern bisher längste Wanderung unter den Augen eines interessierten Publikums beendet. Die am 26. Februar in Berlin gestartete Tour mit dem Namen „Bewegung hilft 2012“ ging damit nach siebeneinhalb Monaten, 137 Wandertagen und 1749 Kilometern zu Ende. Der Wanderer mit dem Teddybär am Rucksack, in Berlin beim Sozialverband Berlin-Brandenburg gestartet, hat dabei den gesamten Osten Deutschlands durchquert. Zuerst in nördlicher Richtung bis zur Ostsee und von dort aus dann in Richtung Süden, um dann seinen Weg durch den Harz, Niederbayern, über den östlichen Allgäu und Oberbayern bis nach München fortzusetzen. Von Berlin nach München, von der Spree bis zur Isar.

Dass er jemals wieder einen Kilometer laufen wird, konnte sich Roland Zahn vor sechs Jahren noch nicht vorstellen. Erst seine Hauswirtin brachte ihn mit den Worten: „Herr Zahn, nun laufen Sie doch mal um den Block, Sie können das“, auf den Gedanken, sich doch mal aus dem Rollstuhl empor zu schwingen.

Die ersten Schritte waren mühsam, doch schon jetzt erkannte der rollstuhlabhängige Oberschenkelamputierte, dass ihn jeder Schritt, den er tat, nicht nur horizontal weiter brachte, sondern auch für die Psyche der Weg zurück aus der Lethargie ins neue Leben war.

Der 75-Jährige war so angetan von seinem eigenen Erfolg, dass er die erste “Portion“ Bewegung von einem Kilometer kontinuierlich steigerte und mit Gleichgesinnten eine Probewanderung über neun Kilometer in Angriff nahm. Aber auch damit gab sich Zahn nicht zufrieden und absolvierte kurzerhand im Alleingang mal 220 Kilometer, ehe er sich 2011 von Leipzig nach Tübingen über 1000 Kilometer auf den Weg machte.

Seine Mission war und ist klar: Roland Zahn will anderen Mut machen. Zusammen mit dem Bundesverband für Menschen mit Arm- oder Beinamputation, der ihn logistisch und finanziell unterstützt, setzt er sich für Neugründungen von Selbsthilfegruppen in Deutschland ein. Deren Anzahl soll von 40 auf flächendeckende 1000 ansteigen.

In insgesamt 35 Vorträgen in Sanitätshäusern und Kliniken, die er während seiner Wanderung gehalten hat, erzählte er immer wieder über seine eigene Geschichte und die Wendepunkte seines Lebens. Etwa darüber, dass er nach seiner Blutvergiftung und der Amputation fünf Wochen Koma durchstehen musste. Davon sieht man ihm heute nichts mehr an. Zahn ist ein Energiebündel und weiß die Zuhörer bei seinen Vorträgen mitzureißen. Etwa auf der Messe “Orthopädie + Reha-Technik“ in Leipzig, am Messestand des Bundesverbandes. Gleich nach der Messe ging es für den Wahl-Stuttgarter weiter ins thüringische Triptis, wo er das erste Prothesencamp leitete. Hier gab er sein Wissen und seine Erfahrungen zur Mobilität nach einer Amputation an Gleichgesinnte weiter.

Zu den Highlights der Wanderung zählte unter anderem die Route am Elberadweg entlang bis ins Werratal. Die Dünen auf Usedom begeisterten Zahn wegen des waagerecht wehenden Sandes. Am meisten jedoch schwärmt Naturliebhaber Zahn auch heute noch von der Strecke Walchensee-Kochelsee. Dabei musste Roland Zahn einen Höhenunterschied von 160 Metern zuerst auf Schotterbelag nach oben und dann wieder nach unten bewältigen. Dank dem unproblematischen besonderem Seitwärtsgang und trotz der Warnung seiner dortigen Zimmerwirtin, die er kurzerhand ignorierte. Dafür hatte der mutige Wanderer dann „ein tolles Erlebnis mit wunderbaren Ausblicken“ auf den blinkenden See und bleibenden Eindrücken von der Wirkung eines Wasserfalls an ausgespülten Mulden beim Abstieg zum Kochelsee. Ein Wandertag, dessen fünf Abschnitte mit insgesamt zwölf Kilometern nicht unterschiedlicher hätten sein können, wie Zahn während des Abschlussvortrags schwärmte. Und er blickt zurück auf die Zeit im Rollstuhl, deren Ursache er als „Handicap im Kopf“ bezeichnete. Derlei Schicksale möchte er zusammen mit dem Bundesverband vermeiden und amputierten Menschen im Idealfall zum höchstmöglichen Mobilitätsgrad verhelfen. Mit mehr Bewegung als im Alltag. Das geht natürlich nur, solange weder Frust noch Überforderung herrschen, und nur, solange der Amputierte Freude an einer Wiederholung hat. Dies und vieles andere, wie etwa den typischen Tagesablauf seiner Wanderung erzählte Roland Zahn in einem abschließenden Vortrag in den Räumen des Sozialverbandes Deutschland in München.

Alles ist möglich, Keisbote Landsberg

http://www.kreisbote.de/lokales/landsberg/alles-moeglich-2584607.html

Alles ist möglich

Anderen Menschen Mut machen, ein Vorbild sein… Das ist das Ziel von Michaela Bienert. 2010 hat sie in Landsberg eine Selbsthilfegruppe für Amputierte gegründet, die mittlerweile an die 40 Mitglieder hat. Sie will nicht aufgeben, trotz ihres schweren Schicksals. Genausowenig will das Roland Zahn – der 74-Jährige ist oberschenkelamputiert und trotzdem machte er sich zu Fuß auf eine 2000 Kilometer lange Reise, die ihn in der vergangenen Woche auch in die Lechstadt führte. Dort hielt er für die Selbsthilfegruppe „Pro Thesen Bewegung“ einen Vortrag unter dem Motto „Bewegung hilft“.

2000 Kilometer trotz Prothese – der oberschenkelamputierte Roland Zahn will mit seiner Aktion Mut machen. Fotos: kb

2000 Kilometer trotz Prothese – der oberschenkelamputierte Roland Zahn will mit seiner Aktion Mut machen. Fotos: kb

Das gemeinsame Ziel der Selbsthilfegruppe von Michaela Bienert ist ganz klar: ein barrierefreies Leben trotz Handicap, mit Freude und Lebensmut. Den hat die Prothesenträgerin nie verloren, auch nicht, als sie 2004 in Italien einen folgenschweren Unfall erlebte, wo sie ein Bein verlor. Dennoch will sie Vorbild sein und zeigen, was alles möglich ist – trotz oder gerade mit einer Prothese. Dass die Gruppe mit dem Namen „Pro Thesen Bewegung“ kein Jammerhaufen ist, zeigen die vielseitigen Aktivitäten. Nordic Walking, wandern, Radtouren, segeln, tauchen oder klettern stehen auf dem Programm, alles ausgerichtet auf Menschen mit Handicap. Bienert und die Mitglieder ihrer Gruppe lassen sich von nichts abhalten, auch wenn sie mehr eingeschränkt sind als andere Menschen. Abhalten lässt sich auch Roland Zahn durch nichts und niemanden. Mit Oberschenkelprothese von der Spree bis zur Isar lautete sein Ziel, was er am 12. Oktober erreichen wird. Der 74-Jährige machte sich im Februar in Berlin auf, um zu Fuß bis nach München zu wandern. 160 Tage war er dann insgesamt auf Wanderschaft, unterstützt vom Sozialverband und Bundesverband für Menschen mit Arm- und Beinamputationen. An vielen seiner Reisestationen hielt der rüstige Wanderer Vorträge unter dem Motto „Bewegung hilft“. In der vergangenen Woche führte Roland Zahn eine der letzten Etappen von Mundraching am Lech entlang nach Landsberg. Dabei begleitete ihn auch Michaela Bienert und weitere Mitglieder der „Pro Thesen Bewegung“. Als Abschluss zu dieser 13.3 Kilometer-Strecke hielt Zahn auch für die Landsberger Gruppe seinen Vortrag. Neben Bewegung und Ernährung ging es vor allem um die Möglichkeiten, die jeder hat, oder sich schaffen kann, wenn er nur will, erklärt Bienert. Und das gelte nicht nur für Menschen mit Prothesen oder anderen Einschränkungen. Weitere Infos auf www-pro-thesen-bewegung.de.

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Mit Prothese von der Spree bis zur Isar :: Homepage – Region – Regensburg :: Mittelbayerische Zeitung :: www.mittelbayerische.de

http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg/artikel/mit-prothese-von-der-spree-bis-zur-isar/821266/mit-prothese-von-der-spree-bis-zur-isar.html

Mit Prothese von der Spree bis zur Isar

Roland Zahn (75) bei einer Wanderung in Thüringen: Jeden Tag schafft er rund zwölf Kilometer. Foto: Zahn

Roland Zahn (75) bei einer Wanderung in Thüringen: Jeden Tag schafft er rund zwölf Kilometer. Foto: Zahn

Von Davina Lang, MZ

Regensburg. Roland Zahn ist 75 Jahre alt und trägt seit sechs Jahren eine Beinprothese. Das hielt den gebürtigen Leipziger jedoch nicht davon ab, eine Mammut-Wanderung quer durch die Republik zu starten. Bisher hat der Wahl-Stuttgarter schon rund 1200 Kilometer erfolgreich hinter sich gebracht. Zahn läuft täglich zwölf bis 13 Kilometer, dann gönnt er sich jeweils zwei Regenerationstage. Je nach körperlicher Verfassung und Tagesziel, variiert die Anzahl der Kilometer. In Kürze wird Zahn seine 25. Etappe erreichen: Regensburg.

Ein ganz tolles Gefühl sei es, bereits eine solche Entfernung zurückgelegt zu haben und etwas leisten zu können, das für viele undenkbar ist, erzählte der passionierte Wanderer im MZ-Telefoninterview.

Mut durch Bewegung

Die Aktion „Bewegung hilft“ – eine 2000-Kilometer-Wanderung von Berlin nach München in 160 Tagen – wurde als gemeinsames Projekt von Roland Zahn und dem Bundesverband für Menschen mit Arm- oder Beinamputation ins Leben gerufen. Der Marsch mit Beinprothese soll Menschen mit einer Amputation Antrieb zu mehr Bewegung geben, um sie vor Depression und Lethargie zu schützen.

Roland Zahn, ehemaliger Grafikdesigner, trat seine Pilgerstrecke vor fast einem halben Jahr von Berlin aus an, um anderen Menschen mit einer Amputation Mut zu machen. Aus eigener Erfahrung wisse er, dass die eigenen Möglichkeiten oft weit unterschätzt werden. Auch würden viele Menschen nicht wissen, wozu sie mit einer guten prothetischen Versorgung fähig seien, erzählt Zahn. Bei der Wanderung quer durch Deutschland geht es dem Pilger nicht um sportliche Rekorde, das Hauptziel der Aktion „Bewegung hilft“ sei die Motivation und Mobilisierung von Betroffenen.

1000 Selbsthilfegruppen als Ziel

Das Hauptziel des Projekts „Bewegung hilft“ soll Menschen mit einer Amputation zur Mitarbeit in und zur Gründung von Selbsthilfegruppen aufforder – denn bisher gibt es deutschlandweit nur etwas mehr als 40 solcher Gruppen. Zahn hofft, dass es am Ende bundesweit 1000 Selbsthilfegruppen für Arm- und Beinamputierte geben könnte.

Zahn_-Vortrag

Zahn_-Vortrag.pdf

Mit Prothese von der Spree bis zur Isar

http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg/artikel/mit-prothese-von-der-spree-bis-zur-isar/821266/mit-prothese-von-der-spree-bis-zur-isar.html

Mit Prothese von der Spree bis zur Isar

Roland Zahn (75) bei einer Wanderung in Thüringen: Jeden Tag schafft er rund zwölf Kilometer. Foto: Zahn

Roland Zahn (75) bei einer Wanderung in Thüringen: Jeden Tag schafft er rund zwölf Kilometer. Foto: Zahn

Von Davina Lang, MZ

Regensburg. Roland Zahn ist 75 Jahre alt und trägt seit sechs Jahren eine Beinprothese. Das hielt den gebürtigen Leipziger jedoch nicht davon ab, eine Mammut-Wanderung quer durch die Republik zu starten. Bisher hat der Wahl-Stuttgarter schon rund 1200 Kilometer erfolgreich hinter sich gebracht. Zahn läuft täglich zwölf bis 13 Kilometer, dann gönnt er sich jeweils zwei Regenerationstage. Je nach körperlicher Verfassung und Tagesziel, variiert die Anzahl der Kilometer. In Kürze wird Zahn seine 25. Etappe erreichen: Regensburg.

Ein ganz tolles Gefühl sei es, bereits eine solche Entfernung zurückgelegt zu haben und etwas leisten zu können, das für viele undenkbar ist, erzählte der passionierte Wanderer im MZ-Telefoninterview.

Mut durch Bewegung

Die Aktion „Bewegung hilft“ – eine 2000-Kilometer-Wanderung von Berlin nach München in 160 Tagen – wurde als gemeinsames Projekt von Roland Zahn und dem Bundesverband für Menschen mit Arm- oder Beinamputation ins Leben gerufen. Der Marsch mit Beinprothese soll Menschen mit einer Amputation Antrieb zu mehr Bewegung geben, um sie vor Depression und Lethargie zu schützen.

Roland Zahn, ehemaliger Grafikdesigner, trat seine Pilgerstrecke vor fast einem halben Jahr von Berlin aus an, um anderen Menschen mit einer Amputation Mut zu machen. Aus eigener Erfahrung wisse er, dass die eigenen Möglichkeiten oft weit unterschätzt werden. Auch würden viele Menschen nicht wissen, wozu sie mit einer guten prothetischen Versorgung fähig seien, erzählt Zahn. Bei der Wanderung quer durch Deutschland geht es dem Pilger nicht um sportliche Rekorde, das Hauptziel der Aktion „Bewegung hilft“ sei die Motivation und Mobilisierung von Betroffenen.

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1000 Selbsthilfegruppen als Ziel

Das Hauptziel des Projekts „Bewegung hilft“ soll Menschen mit einer Amputation zur Mitarbeit in und zur Gründung von Selbsthilfegruppen aufforder – denn bisher gibt es deutschlandweit nur etwas mehr als 40 solcher Gruppen. Zahn hofft, dass es am Ende bundesweit 1000 Selbsthilfegruppen für Arm- und Beinamputierte geben könnte.

Treff Selbsthilfegruppe „Steh auf“

http://www.gera.de/sixcms/detail.php?id=156584&_lang=de

Treff Selbsthilfegruppe „Steh auf“

Über seine Abenteuerreise durch Deutschland wird am Donnerstag, 2. August, 13 Uhr, Roland Zahn in der Selbsthilfegruppe „Steh auf“ für Amputierte Menschen im Sanitätshaus Rosenau-Prothetisches Kompetenzzentrum, Alfred Brehm Straße 29, in Triptis sprechen. Weitere Vorträge zur Rehabilitation und Vorsorgeangeboten werden durch Dr. Erler, Sportwissenschaftlerin aus der Moritz Klinik Bad Klosterlausnitz und Dr. Wutzier, Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Notarzt aus Chemnitz erstmals angeboten. Interessierte und Betroffene sind dazu eingeladen. Ansprechpartner: Gerd Kästel, Telefon 0365 / 800 66 22

RehaTreff | Roland Zahn: 1100 Kilometer mit Prothese sind geschafft

http://rehatreff.de/aktuell/480-roland-zahn-1100-kilometer-mit-prothese-sind-geschafft

Roland Zahn: 1100 Kilometer mit Prothese sind geschafft

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Autor: Redaktion 16. Juli 2012

RolandZahn_Sontra2_2.000 Kilometer zu Fuß und rund 40 Vorträge vor Kunden in Sanitätshäusern wird Roland Zahn hinter sich haben, wenn er am 12. Oktober sein Wanderziel München erreicht. Ihn unterstützen bei seiner Wanderung von Berlin nach München der Bundesverband für Menschen mit Bein- oder Armamputationen sowie das mikroprozessor-kontrollierte Beinprothesensystem C-Leg. Wegen einer Venenentzündung wurde ihm 2006 das rechte Bein am Oberschenkel amputiert. „Eigentlich ist es bei mir ähnlich wie bei vielen der Paralympics-Sportler“, sagt der 75-Jährige bei einer kurzen Verschnaufpause acht Kilometer hinter dem geschichtsträchtigen Ulfen im Kreis Sontra. „Ich erlebe auf dieser wunderbaren 2000-Kilometer-Wanderung meine Leistungsfähigkeit ja nicht, obwohl, sondern weil ich diese Behinderung habe. Das hätte ich doch sonst gar nicht gemacht.“

Roland Zahn will ansteckend wirken

Ein Jahr lang fuhr Roland Zahn im Rollstuhl, weil er nicht daran glaubte, mit einer Prothese wieder mobil werden zu können. Seine Vermieterin redete auf ihn ein, bis er die erste Runde um den Häuserblock mit Kunstbein versuchte. Am nächsten Tag folgten zwei weitere. 1000 Kilometer waren es dann 2011 von Leipzig nach Tübingen, 2000 sind es jetzt von Berlin nach München. Das ihm wichtigste Ziel ist aber gar nicht geographischer Art. Er will ansteckend wirken auf andere, die vielleicht gerade, so wie er früher, die Hoffnung begraben könnten, jemals wieder mit Vergnügen durch Feld und Flur unterwegs zu sein. Er lädt jeden ein, ihn ein Stück zu begleiten. Soweit es eben geht. Und er hat auf seiner Tour schon viele Menschen kennen gelernt. Manchmal wird aus einer solchen Interessensgemeinschaft sogar Freundschaft. Auf dem Rennsteig ist er für ein paar Etappen mit einem früheren Weggefährten schon fest verabredet.

An zwei Orten, an denen er Vorträge hielt, wird über die Gründung von Selbsthilfegruppen ernsthaft nachgedacht. „Das wäre doch fantastisch, wenn sich die Leute da erst mal gelegentlich treffen und später regelmäßige gemeinsame Aktionen daraus hervorgehen“, beschreibt er die Tatsache, dass ein Amputierter die besten Ratschläge für den persönlichen Alltag von jemand erhalten kann, der als selbst Amputierter genau weiß, wovon er spricht.

Prothesen-Camp und Messevorträge

Im Raum Leipzig hat Roland Zahn im Anschluss an Vorträge auf der Orthopädie-Technik-Weltmesse ein Prothesen-Camp veranstaltet. Jeden Tag ein paar Schritte mehr, so seine Methode. Aber nur, soweit es noch Spaß macht. „Ohne Freude verändern Menschen ihr Leben nicht.“ Deshalb nennt er als eines seiner wichtigsten Erfolgserlebnisse der bisherigen Tour, dass aus dem Ost-Harz eine Gruppe von zehn Menschen die Bitte geäußert hat, ein solches Prothesen-Camp zu wiederholen. Und so wie er hier in der Sontraer Wald- und Hügellandschaft klingt, wird es bestimmt bald so kommen.

Besonders eindrucksvoll fand er die fünf Tage im Raum Usedom, wo er auch direkt am Strand unterwegs war und während der Fußball-Europameisterschaft bis Heringsdorf zur ZDF-Bühne kam. Zu Fuß von Berlin nach München über Usedom? – „Sonst kriegst Du doch die 2000 Kilometer nicht zusammen.“ – Alles klar.

Rückkehr zum Schauplatz seiner Event-Wanderung

Von Niedersachsen hat er diesmal nur eine kleine Ecke gesehen, dafür aber die höchste: Braunlage. Hinzu kommt ein Abstecher nach Duderstadt, dieser allerdings mit öffentlichen Verkehrsmitteln am 13. Juli zum Festakt am Tag der Niedersachsen. Bürgermeister Wolfgang Nolte hat ihn persönlich eingeladen, als Dank für seine Vorbildfunktion bei einem vom Medizintechnikunternehmen Ottobock organisierten Wander-Event im Vorjahr. Rund 50 Menschen, zahlreiche davon ebenfalls mit Beinprothese, begleiteten ihn auf seiner Etappe von der Heinz Sielmann Stiftung zum Grenzlandmuseum Teistungen und lernten auf diese Weise neben Roland Zahn auch das Naturschutzprojekt Grünes Band im Eichsfeld kennen.

„Das Grüne Band führt ja durch ganz Deutschland, ich habe auch diesmal Abschnitte davon in meine Tour eingeplant. Aber man muss aufpassen, es gibt schon jetzt Bereiche, in denen man plötzlich nicht mehr vorwärts kommt, weil alles zugewachsen ist. Der Wanderweg entlang der ehemaligen Grenze sollte für die Zukunft bewahrt werden. Man sollte sich an die überwundene Vergangenheit erinnern und über die am alten Todesstreifen erhaltene Natur freuen“, sagt der gebürtige Leipziger, der seit langem in Stuttgart wohnt.

„Mut gehört immer dazu“ – Bad Hersfeld – Lokales – Nachrichten – HZ online

http://www.hersfelder-zeitung.de/nachrichten/kreis-hersfeld-rotenburg/bad-hersfeld/mut-gehoert-immer-dazu-2407484.html

„Mut gehört immer dazu“

Roland Zahn wandert trotz Beinprothese quer durch Deutschland – Stopp in Hersfeld

bad hersfeld. Als Roland Zahn 2006 aus dem Koma erwacht, fehlt sein rechter Unterschenkel. Nach einer Venenentzündung war sein Bein zu straff gewickelt worden. Es kam zu Vereiterungen und nach der folgenden OP war er zu früh entlassen worden. Schließlich muss der Unterschenkel des 75-Jährigen sogar amputiert werden.

Vital und lebensfroh: Der begeisterte Wanderer Roland Zahn ermutigte bei seinem Vortrag im Klinikum Bad Hersfeld andere Amputierte zu mehr Bewegung. Foto: Eichenauer

Vital und lebensfroh: Der begeisterte Wanderer Roland Zahn ermutigte bei seinem Vortrag im Klinikum Bad Hersfeld andere Amputierte zu mehr Bewegung. Foto: Eichenauer

Ein Jahr sitzt er danach in seinem „amputierten Porsche“, wie er den Rollstuhl scherzhaft nennt. „Damals war allerdings mein Handicap im Kopf größer“, sagt Zahn. Es ist seine Hauswirtin, die schließlich die „Bremse im Kopf“ abschaltet. Sie fordert ihn dazu auf, wieder zu laufen. Und so entdeckt Zahn seine Wanderlust ganz neu. Seit Februar diesen Jahres ist er quer durch Deutschland unterwegs und will damit andere Amputierte zu mehr Bewegung anregen.

„Bewegung beginnt im Kopf“

Über sein Schicksal und die 2000 Kilometer lange Wanderung berichtete der ehemalige Grafikdesigner am Montag in der Abteilung für Physikalische Therapie des Klinikums Bad Hersfeld. Organisiert wurde die Veranstaltung „MEHR Bewegung hilft“ von Abteilungsleiterin Beate Zeller und Andreas Becker vom Sanitätshaus Bad Hersfeld.

„Es geht nur mit Bewegung – aber ein bisschen Mut gehört immer dazu“, sagt Zahn zum Publikum, darunter auch mehrere Amputierte. Man brauche ein Ziel vor Augen, denn die Bewegung beginne im Kopf, erklärt er weiter.

Doch natürlich ist nicht immer alles super. Zahn berichtet, er habe auf seiner Tour auch schon mit einem entzündeten Zeh zu kämpfen gehabt. „Aber man muss wieder aufstehen, und mein Körper tut das, was ich von ihm verlange.“ Amputierte sollen sich zwar nicht überfordern, dennoch warnt Zahn vorm Nichtstun – denn dann baut der Körper ab.

Motivation für Amputierte

„Es geht um Vergnügen im Leben“, betont Zahn. Dennoch ist eine so lange Wanderung mehr als nur Vergnügen. Zahn hat höhere Ansprüche: „Ich will mit meiner Wanderung andere Amputierte erreichen und sie vor allem zur Bewegung motivieren.“

Weitere Hilfen im Leben erhält Zahn durch eine Selbsthilfegruppe und den Bundesverband für Menschen mit Arm– oder Beinamputationen. Jeder kann in den Bundesverband eintreten, der auch auf politischer Ebene Amputierten helfen will, betont Zahn.

So kümmere sich der Verband beispielsweise um Fehler in Stadtplanungen, bei denen die Bedürfnisse von Amputierten nicht berücksichtigt wurden.

Nach dem Zwischenstopp in Bad Hersfeld ist Zahn jetzt in Richtung Süden unterwegs.

Von Laura Eichenauer

zurück zur Übersicht: Bad Hersfeld

„Jeden Tag ein paar Schritte mehr“ Tag der Niedersachsen Themen Duderstadt Nachrichten / Goe ttinger-Tageblatt.de

http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Duderstadt/Themen/Tag-der-Niedersachsen/Jeden-Tag-ein-paar-Schritte-mehr

„Jeden Tag ein paar Schritte mehr“ Tag der Niedersachsen Themen Duderstadt Nachrichten / Goettinger-Tageblatt.de

Duderstadt. 2000 Kilometer zu Fuß und rund 40 Vorträge vor Kunden in Sanitätshäusern wird Roland Zahn hinter sich haben, wenn er am 12. Oktober sein Wanderziel München erreicht. „Eigentlich ist es bei mir ähnlich wie bei vielen der Paralympics-Sportler“, sagt der 75-Jährige bei einer kurzen Verschnaufspause im Kreis Sontra. „Ich erlebe auf dieser wunderbaren 2000-Kilometer-Wanderung meine Leistungsfähigkeit ja nicht, obwohl, sondern weil ich diese Behinderung habe. Das hätte ich doch sonst gar nicht gemacht.“

Misstrauen gegenüber Prothese

Ein Jahr lang fuhr Zahn im Rollstuhl, weil er nicht daran glaubte, mit einer Prothese wieder mobil werden zu können. Seine Vermieterin redete auf ihn ein, bis er die erste Runde um den Häuserblock mit Kunstbein versuchte. Am nächsten Tag folgten zwei weitere.

1000 Kilometer waren es dann 2011 von Leipzig nach Tübingen, 2000 sind es jetzt von Berlin nach München. Das ihm wichtigste Ziel ist aber gar nicht geographischer Art. Er will ansteckend wirken auf andere, die vielleicht gerade, so wie er früher, die Hoffnung begraben könnten, jemals wieder mit Vergnügen durch Feld und Flur unterwegs zu sein. Er lädt jeden ein, ihn ein Stück zu begleiten. So weit es eben geht. Und er hat auf seiner Tour schon viele Menschen kennen gelernt. Manchmal wird aus einer solchen Interessensgemeinschaft sogar Freundschaft. Auf dem Rennsteig ist er für ein paar Etappen mit einem früheren Weggefährten schon fest verabredet.

Gründung von Selbsthilfegruppen

An zwei Orten, an denen er Vorträge hielt, wird über die Gründung von Selbsthilfegruppen ernsthaft nachgedacht. „Das wäre doch fantastisch, wenn sich die Leute da erst mal gelegentlich treffen und später regelmäßige gemeinsame Aktionen daraus hervorgehen“, beschreibt er die Tatsache, dass ein Amputierter die besten Ratschläge für den persönlichen Alltag von jemandem erhalten kann, der als selbst Amputierter genau weiß, wovon er spricht.

„Ohne Freude verändern Menschen ihr Leben nicht“

Im Raum Leipzig hat er im Anschluss an Vorträge auf der Orthopädie-Technik-Weltmesse ein Prothesen-Camp veranstaltet. Jeden Tag ein paar Schritte mehr, so seine Methode. Aber nur, so weit es noch Spaß macht. „Ohne Freude verändern Menschen ihr Leben nicht.“
Deshalb nennt er als eines seiner wichtigsten Erfolgserlebnisse der bisherigen Tour, dass aus dem Ost-Harz eine Gruppe von zehn Menschen die Bitte geäußert hat, ein solches Prothesen-Camp zu wiederholen. Besonders eindrucksvoll fand er die fünf Tage im Raum Usedom, wo er auch direkt am Strand unterwegs war und während der Fußball-Europameisterschaft bis Heringsdorf zur ZDF-Bühne kam.

Von Rüdiger Herzog

Roland Zahns Geschichte: Aktiv trotz Amputation

http://www.vogelsberg-nachrichten.de/index.php?option=com_content&view=article&id=6902:roland-zahns-geschichte-aktiv-trotz-amputation&catid=3:alsfeld&Itemid=3

Roland Zahns Geschichte: Aktiv trotz Amputation

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Motivierende Einblicke in das Leben eines Oberschenkelamputierten

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Alsfeld (ak) – „Mit 75 Jahren und Prothese von der Spree bis zur Isar“ – lautet das Motto, unter dem die Aktion „Bewegung hilft 2012“ mit Roland Zahn läuft. Roland Zahn ist oberschenkelamputiert, macht aber alles andere, als deshalb den „Kopf in den Sand zu stecken“ oder sich zurück zu ziehen. Zurzeit wandert er mit seiner Prothese 2000 Kilometer durch Deutschland.

Am kommenden Mittwoch (18. Juli) macht der begeisterte Wanderer in Alsfeld Station und lädt um 17 Uhr Jedermann ein, sich seine Geschichte, seine Motivation und etwas über die Aktion „Bewegung hilft“ zu erfahren.

Heike Haß, Leiterin der Praxis für Physiotherapie Amandus im Kreiskrankenhaus Alsfeld, und Andreas Becker von der Orthopädietechnik Becker sind auf diese Aktion aufmerksam geworden und haben Roland Zahn nach Alsfeld eingeladen: „Es ist eine tolle Idee, so darauf aufmerksam zu machen, dass eine Amputation nicht gleich bedeutet, dass man keinen Sport mehr machen kann oder gar den Lebenswillen verliert“, erläutern Haß und Becker ihre Beweggründe, Roland Zahn einzuladen.

Die Veranstaltung findet in den Räumen der Krankenpflegeschule des Kreiskrankenhauses Alsfeld hinter dem Kreiskrankenhaus statt. Der Eintritt ist frei. Spenden für die Aktion „Bewegung hilft“ sind natürlich willkommen.

Einbeinig durch die Republik – Zum zweiten Mal wandert Roland Zahn auf seiner Prothese durch ganz Deutschland – Heiligenstadt – meinanzeiger.de

http://www.meinanzeiger.de/heiligenstadt/leute/einbeinig-durch-die-republik-zum-zweiten-mal-wandert-roland-zahn-auf-seiner-prothese-durch-ganz-deutschland-d18706.html

Einbeinig durch die Republik – Zum zweiten Mal wandert Roland Zahn auf seiner Prothese durch ganz Deutschland

Gut gelaunt steigt Roland Zahn aus dem Zug, der ihn von einem Vortrag in Weimar zurück in sein Quartier nach Dingelstädt im Eichsfeld gebracht hat. Momentan befindet er sich auf seiner 18. von 32 Etappen, der ersten von insgesamt sechs, die ihn durch die Bundesländer Thüringen und Hessen führt. Entlang der Werra will er in den kommenden Tagen wandern und vielleicht auch dem Baumkronenpfad einen Besuch abstatten. Insgesamt 2000 Kilometer sind in diesem Jahr geplant, nachdem der Wanderfreund bereits im Jahr 2011 Eintausend Kilometer durch Deutschland zurücklegte. Gerade ist Halbzeit, der 1000. Kilometer ist absolviert und Roland Zahn nach einem knappen halben Jahr gut im Zeitplan. Die Idee zur Wanderung von Stuttgart nach Leipzig schlummert schon lange in ihm. Geboren 1936 in Leipzig verbrachte er bis zu seinem 18. Lebensjahr tolle Wandertage in und um die sächsische Stadt herum. Nach seinem Umzug nach Stuttgart wurde die Idee geboren, einmal zu Fuß in die alte Heimat zurückzukehren. Geld- und Zeitmangel machten die Unternehmung aber lange Zeit unmöglich. Dass er dies einmal auf einer Prothese tun würde, hätte er damals selbst nicht vermutet.

2006 trifft ihn das Schicksal hart, nach einer Venenentzündung, verbunden mit monatelangen Schmerzen und offenen Wunden muss ihm das rechte Bein amputiert werden hinzu kommt ein künstliches Koma. „Mein Leben stand auf der Kippe“, erinnert er sich an die Zeit im Krankenhaus zurück. Doch schon damals nimmt er sich vor, nicht in Depressionen zu verfallen, beschäftigt sich mit verschiedenen Dingen und versucht nach und nach wieder auf die Beine beziehungsweise die Prothese zu kommen. Anfangs noch mit einem mechanischen Kniegelenk beginnt er mit kleinen Spaziergängen. Zuerst sind es zwei bis drei Kilometer, bis zum Mai 2008 kann er seine Wanderungen auf 10 Kilometer steigern. Ende des Jahres sind es sogar 20. Heute, mit seinem neuen hochmodernen Kniegelenk, das einen Mikrochip enthält, erstrecken sich seine Wanderungen auf etwa 12 Kilometer. „Die Länge einer Tagestour hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dem Wetter, dem Zustand der Wege und meinem Befinden“, erklärt er. Über Mitwanderer jeglicher Art freut er sich und ab und an gibt es Anmeldungen. „Ein- oder Zweibeiner, alle sind mir willkommen“, schmunzelt Roland Zahn. Über die Homepage des Bundesverbandes für Menschen mit Arm- und Beinamputation erfahren Interessierte die Kontaktdaten zu Roland Zahn und können sich direkt anmelden. Am Abend vor der Wanderung erfahren sie dann vom Prothesenträger direkt wann und wo es am nächsten Morgen losgeht. Eine Etappe besteht immer aus fünf Wander- und zwei Ruhetagen. Zwischendurch ist Roland Zahn in Sanitätshäusern zu Vorträgen und Gesprächsrunden eingeladen. „Bewegung hilft“ ist sein Motto, dass er auch anderen Amputierten vermitteln möchte.
Für 2013 hat Roland Zahn erst einmal keine neue Wanderung geplant. „Die Vorbereitung für eine solche Tour würde wieder ein halbes Jahr in Anspruch nehmen“, gibt er zu bedenken. Dennoch will er nicht untätig sein, sondern hat bereits zwei Camps in Aussicht, in denen er anderen Betroffenen Mut machen will sich mehr zu bewegen. „Wir gehen gemeinsam auf Wanderungen und steigern täglich ihre Bewegungsfreiheit“, freut sich Roland Zahn, der mit einem ersten Camp bereits gute Erfahrungen gemacht hat. Auch sonst kommt seine Wanderung gut an. Im Norden Deutschlands konnte er die Gründung einer Selbsthilfegruppe anregen. Genau das ist sein Ziel. Er will die Menschen, denen er auf seiner Wanderung begegnet zum Nachdenken anregen, will sich und somit die Belange und Probleme von Menschen mit einer Amputation ins Gespräch bringen.

Informationen zur Wanderung und den einzelnen Etappen, sowie ein ausführliches Tourtagebuch gibt es unter:
www.ampuwiki.de

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Jüttner Orthopädie KG – Schulungen

http://www.juettner24.de/Schulungen.362.456.html

Bewegung hilft – 2.000 Kilometer in 160 Tagen

Mitunter ist mehr möglich, als man zunächst glaubt.

Ganz herzlich möchten wir Sie zu einer Veranstaltung in unsere Mühlhäuser Hauptgeschäftsstelle, Im Flarchen 5 a, einladen, die hierfür ein gutes Beispiel gibt.
Am Dienstag, 03.07.2012 haben wir Herrn Roland Zahn von 15:00 bis 16:00 Uhr zu Gast.
Roland Zahn ist 75 Jahre alt, seit 2006 oberschenkelamputiert und nahm bereits an, seinem Hobby Wandern nie wieder nachgehen zu können.Doch weit gefehlt: In diesem Jahr legt er mit Prothese quer durch Deutschland an die 2.000 Kilometer zurück, nachdem er im Vorjahr bereits 1.000 Kilometer gewandert ist.

Einzelheiten dazu wird er Ihnen in seinem Vortrag gern genauer schildern. Nur eines vorab: Mobilität zurückzugewinnen war für Roland Zahn auch eine Frage der Information. Er möchte deshalb durch seine Wanderung dazu anregen, dass regionale Selbsthilfegruppen gegründet werden, in denen Erfahrungen direkt von Amputierten an Amputierte weitergegeben werden.

Ein sympathischer Erzähler mit der persönlichen Lebensphilosophie: „Jede Anstrengung ist eine Chance.“


Termin:

Dienstag, 03.07.2012, 15:00 – 16:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Seminar- und Kongressraum
Jüttner Orthopädie KG
Im Flarchen 5 a
99974 Mühlhausen

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Für Ihre Fragen steht Ihnen Frau Nina Scheffel gern unter der Telefonnummer (0 36 01) 46 18-76 oder eMail n.scheffel zur Verfügung.

Eine Anmeldung ist bis 29.06.2012 möglich.

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BAD OEYNHAUSEN: Von der Isar an die Spree – mit Prothese | Neue Westfälische: Zeitung, Tageszeitung f ür Bad Oeynhausen – Neue Westfälische – Bad Oeynhausen

http://www.nw-news.de/lokale_news/bad_oeynhausen/bad_oeynhausen/6849221_Von_der_Isar_an_die_Spree_-_mit_Prothese.html

BAD OEYNHAUSEN: Von der Isar an die Spree – mit Prothese | Neue Westfälische: Zeitung, Tageszeitung für Bad Oeynhausen – Neue Westfälische – Bad Oeynhausen

Bad Oeynhausen (liz). Eingeladen zum Tag der offenen Tür in der Technischen Orthopädie der Auguste-Viktoria-Klinik hatte e die Selbsthilfegruppe für Amputierte OWL. „Wir wollen die Möglichkeit geben, sich umfassend über Prothesen zu informieren“, sagt der 1. Vorsitzende Rolf Brakemeier. Denn: „Viele Sanitätshäuser arbeiten nur mit einem bestimmten Hersteller zusammen. Hier dagegen können die Produkte mehrerer Hersteller getestet werden.“

http://www.nw-news.de/_em_daten/_nw/2012/07/01/120701_2144_boe4.jpg
Nicht nur aus der Region waren Interessierte angereist. Die Organisatoren freuten sich über die gute Resonanz. „Gut, dass es endlich mal so ein Event gibt“, lobt Sabine Kocksch.

Mehrere Vorträge rund um das Thema Prothesen standen auf dem Programm. Michaela Bienert erzählte von ihrer spannenden Wanderung mit Beinprothese über den Dachstein und weiteren sportlichen Aktivitäten. Roland Zahn wandert derzeit unter dem Motto „Aktion Bewegung hilft 2012 – Von der Isar bis zur Spree“ 2000 km durch Deutschland. „Täglich wandere ich ca. 13 km, das ist gut zu schaffen. 1.000 km habe ich inzwischen geschafft. Meist bin ich in der Natur unterwegs, auf ganz unterschiedlichen Böden“, erklärt er.

In Bad Oeynhausen machte er Halt, um von seinen Begegnungen unterwegs, auftauchenden Problemen und ihren Lösungen zu berichten. Am 12. Oktober wird der 75-jährige Beinprothesenträger in München erwartet.

Die Räumlichkeiten hatte die Auguste-Viktoria-Klinik zur Verfügung gestellt. „Wir finden die Idee sehr gut und möchten die Selbsthilfegruppe unterstützen“, sagte Elmar Bitter, Betriebsleiter der Technischen Orthopädie. Kostenlose Messungen von Venen, Körperstatik und Fußdruck sowie eine Ganganalyse rundeten das Programm ab. „Bei der Körperstatikanalyse wird vermessen, ob der Körper im Lot ist oder beispielsweise die Beinlängen unterschiedlich sind“, erklärte Elmar Bitter. Auch in der kommenden Woche können sich alle Interessierten noch kostenlos vermessen lassen.

Einladung zum Vortrag „Bewegung hilft“ im Sanitätshaus Hochheim

Thema des Monats, Sanitätshaus Hochheim

Der 75-jährige Oberschenkelamputierte Roland Zahn besucht uns bei

seiner diesjährigen 2.000 km – Wanderung.

Er berichtet über seinen Werdegang nach der Oberschenkelamputation,

seine im letzten Jahr durchgeführte 1.000 km – Wanderung von Leipzig

nach Tübingen und die veränderte prothetische Versorgung im

Zusammenhang mit der Organisation im Behindertensportverband.

Wir laden Sie als Kunden, Betroffene und auch Ihre Angehörigen recht herzlich zu dieser Veranstaltung am Donnerstag dem 5. Juli 2012 von 15°° bis 17°°Uhr ein. Veranstaltungsort ist der Seminarraum in unserem Stammhaus in Weimar Gerberstraße 5.

Für einen kleinen Imbiss in Form von Kaffee,

Tee und Kuchen haben wir gesorgt – wir freuen uns auf Sie!

Zur besseren Planung melden Sie sich bitte telefonisch bei Frau Grau

unter der Telefonnummer 03643 / 5433-10 an.

Ihr Sanitätshaus Hochheim Orthopädie- Technik GmbH.

22.06.2012 Wernigerode: Roland Zahn zu Besuch – STEINKE

Details

Erstellt am Freitag, 15. Juni 2012 00:00 75-jähriger Beinprothesesenträger wandert 2000 Kilometer durch Deutschland
und besucht am 22.06.2012 STEINKE in Wernigerode

Mit 75 Jahren 2000 Kilometer durch Deutschland zu wandern, ist ein großes Vorhaben.
Als Oberschenkelamputierter beweist Roland Zahn besonderen Mut. Er verbindet mit seiner Reise persönliche
und gesellschaftliche Ziele. Das Training hält ihn gesund und gleichzeitig möchte er auf seiner Tour andere
Amputierte unter dem Motto Bewegung hilft dazu motivieren, ihr Leben informierter, bewusster und aktiver zu gestalten.

Die Ziele der Aktion Bewegung hilft sind zu mehr Bewegung zu motivieren, zur Mitarbeit in und zur Gründung
von Selbsthilfegruppen aufzufordern, depressive Entwicklungen abzubauen sowie Isolationen aufbrechen zu helfen.
Roland Zahn berichtet: „Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass eigene Möglichkeiten oft weit unterschätzt werden.
Auch ahnen viele nicht, wozu sie mit einer guten prothetischen Versorgung fähig sein könnten. Oft ist man sich
nicht bewusst, wie viel Nutzen aus dem Erfahrungsaustausch in Selbsthilfegruppen gewonnen werden kann, wo
es leichter fällt, offen über Handicaps und vor allem Problemlösungen zu sprechen. Die Zahl an zu gering
informierten Amputierten ist gewaltig. Es fehlt weit verbreitet an Mut und Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten.
“Der Bundesverband für Menschen mit Arm- oder Beinamputation e.V. unterstützt diese Aktion und ihre Zielsetzung.

Sie möchten die Zahl der aktuell 40 Selbsthilfegruppen auf 1000 erhöhen, weil ein flächendeckendes und
wohnortnahes Angebot meist fehlt. Deshalb möchte Roland Zahn an den 32 wöchentlichen Etappenzielen
die Zeit während der Ruhetage nutzen, um bei Vorträgen über die Voraussetzungen für “MEHR Bewegung“
zu sprechen. Im Harzkreis gibt es bereits seit Juni 2010 eine Selbsthilfegruppe für Beinamputierte.
Informationen der Gruppe finden Sie im Internet unter www.selbsthilfegruppe-beinamputierter-harz.de

Seit der Gründung unterstützt das STEINKE Gesundheits-Center die Selbsthilfegruppe. Angeboten werden
Räumlichkeiten für die monatlichen Treffen in Halberstadt, die Gelegenheit an einer Gehschule für Beinprothesenträger
teilzunehmen und die Möglichkeit eine Gang- und Bewegungsanalyse durchführen zu lassen. Die Teams der
STEINKE Orthopädie-Technik und dem Bereich Prävention stehen in direktem Kontakt zu den Betroffenen.
Sie werden mit der Selbsthilfegruppe am 22. Juni 2012 um 16.00 Uhr Roland Zahn bei STEINKE begrüßen.
Anschließend wird er in einem Vortrag auf die Themen Bewegung, die Motivation seiner Wanderung, die Aufgaben
des Bundesverbandes für Menschen mit Arm- und Beinamputation und den Sinn von Selbsthilfegruppen eingehen.

Alle Träger von Beinprothesen, ihre Angehörigen, Physiotherapeuten, Menschen in pflegenden Berufen und
Interessierte sind herzlich eingeladen Roland Zahl am Freitag, den 22. Juni 2012 um 16.30 Uhr bei STEINKE
in Wernigerode, Ringstr. 37, Altstadt-Passagen, kennen zu lernen. Wer ihn ein Stück des Weges begleiten will,
kann über www.bewegung-hilft-dir.de Kontakt zu Roland Zahn aufnehmen. Die Teilnahme ist kostenlos.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

R Zahn in WR Flyer

Flyer als pdf: R.Zahn Flyer www.pdf

Wieder laufen lernen: 1. Prothesencamp in Miesitz bei Triptis | OTZ

Wieder laufen lernen: 1. Prothesencamp in Miesitz bei Triptis

  • Laufmotivator Roland Zahn (2.von rechts), Gehschultrainerin Manuela Soyka (4. von links) und Gerd Kästel (5. von links) mit Teilnehmern des ersten deutschen Prothesencamps. Foto: Constanze Alt Laufmotivator Roland Zahn (2.von rechts), Gehschultrainerin Manuela Soyka (4. von links) und Gerd Kästel (5. von links) mit Teilnehmern des ersten deutschen Prothesencamps. Foto: Constanze Alt

Die Thüringer Selbsthilfegruppe „Steh auf“ initiiert das erste bundesdeutsche Prothesencamp. Die Triptiser Gehschule veranstaltet am 2. August für Fachleute einen Workshop zum Thema „Mehr Bewegung hilft“.

Vom Erledigen alltäglicher Tätigkeiten einmal abgesehen, seien viele Menschen mit Amputation hinsichtlich ihrer Beweglichkeit ziemlich eingeschränkt, weiß Roland Zahn. Denn: „So ging es mir erst auch.“ Dass der energische Herr aus Nürtingen am Neckar ungeachtet seiner Beinprothese gegenwärtig eine 2000 Kilometer lange Route von Berlin nach München erläuft, das scheint einem eisernen Willen geschuldet, und dem Willen, anderen Betroffenen ein Vorbild zu sein.

Gemeinsam mit Roland Zahn, einem Mitglied des Bundesverbandes, hat die von Gera aus Thüringenweit agierende Selbsthilfegruppe „Steh auf“ kürzlich in Miesitz bei Triptis das erste Prothesencamp mit Teilnehmern aus dem ganzen Bundesgebiet initiiert. „Ich war so begeistert gewesen, weil ich es innerhalb eines halben Jahres geschafft habe, immer weitere Strecken zu gehen“, erinnert sich Zahn, dessen Lauf-Tour über 1000 Kilometer ihn 2011 auch durch Gera geführt hatte. Dieses schöne Erlebnis wollte er auch anderen Beinamputierten ermöglichen. So war nach und nach die Idee für das Prothesencamp herangereift. Nun galt es, einen geeigneten Ort zu finden, der vor allem eines ist: zentral. „Da ist man dann automatisch in Thüringen“, freut sich Zahn. Für Thüringen sprach natürlich nicht nur die Lage, sondern auch die Tatsache, dass die Geraer Selbsthilfegruppe um Gerd Kästel in dem Ruf steht, besonders ambitioniert und engagiert zu sein.

Dass die Entscheidung dann auf Miesitz fiel, verdankt sich einem Telefonat zwischen Roland Zahn und Manuela Soyka. „Wir machen das bei uns“, hatte die resolute Frau aus Triebes beschlossen, die als Trainerin in der im Triptiser Sanitätshaus Rosenau ansässigen ersten offenen Gehschule im Freistaat tätig ist. Bei der Eröffnung der Gehschule war Roland Zahn 2011 dabei gewesen und hatte befunden: „mit solchen Leuten kann man arbeiten.“

Fünf Tage, fünf Kilometer so die Zielvorgabe zu diesem ersten Prothesencamp, das als Pilot und Probelauf gedacht war. „Wichtig ist das Wechselspiel zwischen Anstrengung und Ruhepausen“, meint Roland Zahn. Eine Ausgewogenheit von Anspannung und Entspannung soll helfen, Überforderung zu vermeiden. „Das würde sonst Frust erzeugen, und dann wäre keine Bereitschaft mehr da“, glaubt Zahn.

Entsprechend liefen die Teilnehmer am ersten Tag etwas mehr als drei Kilometer, am Folgetag noch etwas mehr, am dritten Tag bereits vier Kilometer und so weiter. Ergänzt wird das Laufprogramm durch die Angebote, die Trainerin Manuela Soyka, selbst unterschenkelamputiert, im Rahmen der Gehschule macht. Im Vordergrund, sagt Roland Zahn, steht aber das „super Gefühl“, das das Laufen bewirkt. Wie eine Therapie sei das. Er selbst habe dadurch im Laufe der Zeit sogar Medikamente weglassen können. Die modernste Prothesentechnik nütze einem Betroffenen nichts, wenn er körperlich nicht in der Lage sei, sich zu mobilisieren. Zahn verweist auf die Verantwortung, die jeder für sich selbst trage.

Ebenso wichtig ist der Zusammenhalt als Gruppe und Gemeinschaft. „Allein müsste man sich doch sehr disziplinieren“, sagt eine Teilnehmerin aus Sachsen-Anhalt. „Eine super Idee“ sei das Camp, findet Petra Bock aus Kiel, die gemeinsam mit ihrem nicht behinderten Mann teilnimmt: „Es hat mir sehr viel gebracht; ich würde sofort wieder teilnehmen.“ Auch die übrigen Mitstreiter würden es sehr begrüßen, wenn sich das Prothesencamp als jährlich stattfindende feste Größe etablieren könnte. „Das Laufen in Gemeinschaft erleichtert“, sagt Renate Beschorner aus Bad Landstuhl. „Die Hemmungen werden insgesamt weniger“, kann Manuela Soyka bestätigen: „Es ist ein viel befreiteres Laufen, das hebt unheimlich das Selbstbewusstsein.“ „Wir laufen bewusst auf Naturwegen auf dem Parcours der Natur“, erklärt Roland Zahn den Grundgedanken. „Wir tun etwas unter dem Motto: Bau dich auf, bevor du abgebaut wirst“, sagt er.

SHG „Steh auf“

  • Die Triptiser Gehschule veranstaltet am 2. August einen Workshop zum Thema „Mehr Bewegung hilft“, der sich speziell an Physio- und Ergotherapeuten richtet, die mit Bein amputierten Menschen arbeiten. Mit Manuela Soyka verfügt die Gehschule über eine Trainerin, die als Betroffene genau weiß, wovon sie spricht.
  • Manuela Soyka ist Mitglied der Selbsthilfegruppe „Steh auf“ in Gera. Die SHG hilft bei der Suche nach Krankenkassen, Rehaträgern bzw. -beratern,
  • Krankenhäusern und Rehakliniken, Fachärzten, Schmerztherapeuten usw.
  • Die Selbsthilfegruppe möchte Amputierte ermuntern, sich für ihre Rechte stark zu machen. Sie bietet Unterstützung bei einer guten Schaftversorgung. In Vorbereitung sind die Gründung eines Landesverbandes sowie eine Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft.
  • Kontakt: shg-stehauf, 0365-7100997, 0365-8006622, 03661-430741, 036622-89079; 0361-6661627

Pressemitteilung Messe Leipzig

ORTHOPÄDIE + REHA-TECHNIK als Treffpunkt für Deutschlandtouren

17.05.2012: Unter dem Motto „Alle Wege führen nach Leipzig“ trafen sich heute die Wege von Roland Zahn und der Inklusions-Tour 2012 vor der Glashalle der Leipziger Messe. Der 70-jährige Roland Zahn wandert seit dem 26. Februar 2012 als Beinprothesenträger 2.000 Kilometer durch Deutschland und will am 11. Oktober in München eintreffen.

Sein Ziel: Anderen Menschen mit Handicap zu mehr Bewegung motivieren. Ebenfalls quer durch die Republik geht es für Oliver Fleiner und Willi Lang auf ihrer „Inklusions-Tour 2012“, um das Miteinander von Behinderten und Nicht-Behinderten zu fördern. Dafür greifen die beiden Rollstuhl-Fahrer auf ein von der Firma Paravan umgebautes Auto und ihre selbst angepassten Segways zurück. Bei ihrer Begegnung unter strahlenden Sonnenschein tauschten sie ihre Erfahrungen aus und wünschten sich weiterhin einen „guten Weg“.

(Quelle: Leipziger Messe)

Web 1 neues Ergebnis für „Roland Zahn“

Web 1 neues Ergebnis für „Roland Zahn“

Wandern tut gut » Blog Archiv » Bewegung hilft dir
Von Roland Zahn erfuhr ich in einem Fernsehbeitrag des mdr Sachsenspiegel Wenn die Behinderung zum Antrieb wird. Ich wollte mehr erfahren über diesen … wandern-tut-gut.de/?p=1810

PresseBox

http://m.pressebox.de/boxid/508646

ORTHOPÄDIE + REHA-TECHNIK 2012 / Internationale Fachmesse und Weltkongress für Prothetik, Orthetik, Orthopädieschuhtechnik, Kompressionstherapie und Technische Rehabilitation (Weltkongress: 15. bis 18. Mai 2012) (Internationale Fachmesse: 16. bis 18. Mai)

Auf der ORTHOPÄDIE + REHA-TECHNIK präsentieren sich vom 15. bis 18. Mai 2012 auf dem Leipziger Messegelände sowohl alle Weltmarktführer als auch kleine, innovative Unternehmen aus den Bereichen Prothetik, Orthetik, Orthopädieschuhtechnik, Kompressionstherapie und Technische Rehabilitation. 537 Aussteller aus 39 Ländern zeigen ihre Neuheiten in zwei ausgebuchten Messehallen. Erstmals sind unter anderem Firmen aus Kroatien, Norwegen und Neuseeland in Leipzig vertreten. Der Weltkongress bietet hochkarätige und interdisziplinäre Weiterbildung. Renommierte Keynote-Speaker referieren zu drängenden Fragen der Praxis und zeigen neue Behandlungswege auf.

„Die ORTHOPÄDIE + REHA-TECHNIK ist die weltweit führende Veranstaltung der Branche. Mit einem Flächenwachstum von rund fünf Prozent auf nun 42.000 Quadratmeter kann sie diese Stellung deutlich ausbauen“, so Martin Buhl-Wagner, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Messe GmbH. „Die Unternehmen finden hier eine einzigartige Plattform, um ihre Innovationsstärke unter Beweis zu stellen und einem internationalen Publikum zu präsentieren,“ erklärt der Messechef weiter.

In Leipzig trifft sich die gesamte Branche, Aussteller aus fünf Kontinenten werden erwartet. Mit einem Anteil von knapp 45 Prozent Ausstellern aus dem Ausland zählt die ORTHOPÄDIE + REHA-TECHNIK zu den internationalsten Veranstaltungen der Leipziger Messe. Erstmals zeigen unter anderem Hersteller aus Kroatien, Norwegen und Neuseeland ihre Produkte. Die größten Beteiligungen aus dem Ausland kommen in diesem Jahr aus den USA, Frankreich, Italien und Spanien. Zentrale Anlaufstelle für internationale Kontakte ist das Forum International, in dem sich rund 30 Verbände aus vier Kontinenten vorstellen.

Klaus-Jürgen Lotz, Präsident des Bundesinnungsverbandes für Orthopädie-Technik: „Der Austausch mit Kollegen aus der ganzen Welt ist für uns enorm wichtig. Wir können auf der ORTHOPÄDIE + REHA-TECHNIK mit vielen internationalen Expertendelegationen sprechen und dadurch unsere Perspektive entscheidend erweitern. Internationalität und Interdisziplinarität sind auch die zentralen Stichworte beim Weltkongress.“

Das Who-is-Who im Weltkongress

Das Who-is-Who der konservativen Orthopädie trifft sich ab dem 15. Mai auf dem Weltkongress in Leipzig. Hier kommen international anerkannte Experten in 31 Symposien und sieben Keynote-Vorträgen zu Wort. Erstmals haben Teilnehmer im Anschluss an die Keynotes die Gelegenheit, individuelle Fragestellungen mit dem Referenten zu besprechen: „Meet-the-Speaker“ heißt das neue Konzept, das einen besseren Dialog ermöglichen soll.

Schwerpunktthema im Kongress ist in diesem Jahr die Orthetik. Aber auch Aspekte orthopädie-technischer Behandlungs- und Hilfsmöglichkeiten bei älteren Menschen, von Lähmungserscheinungen, Rheuma, Schmerztherapien und Sportverletzungen werden diskutiert. Die Vermittlung interdisziplinären und praxisrelevanten Wissens steht dabei immer im Mittelpunkt. Insgesamt werden rund 250 Referenten im Kongress erwartet.

Praxisnahe Weiterbildung in den Fachforen

In über 20 Fachforen wird neben dem Weltkongress Weiterbildung auf höchstem Niveau geboten. Dabei spielt der Praxisbezug eine zentrale Rolle: Zahlreiche Praktiker verraten Tricks und Kniffe aus ihrer täglichen Arbeit. Zertifizierte Weiterbildungsveranstaltungen sind die Fachforen „Podologie aktuell“ und „Orthopädieschuhtechnik aktuell“. Im lymphologischen Kolloquium werden Chancen und Risiken der Kompressionstherapie erörtert.

Neu ist in diesem Jahr das Managementforum Sanitätsfachhandel, das sich an die Inhaber und die Bereichs- und Abteilungsleiter der Sanitätshäuser richtet. Fragen zur Personalführung werden ebenso beleuchtet wie zum eigenen Web 2.0-Auftritt oder zum Eventmarketing für Sanitätshäuser.

Innovationen aus Wissenschaft und Forschung

Exoskelette haben in den letzten Monaten für mediale Furore gesorgt. Anlässlich der OTHOPÄDIE + REHA-TECHNIK ist es erstmals gelungen, alle Hersteller von Exoskeletten an einen Tisch zu holen und mit ihnen im Weltkongress die Perspektiven dieser Technologie zu diskutieren. Drei der Hersteller zeigen ihre Entwicklungen außerdem auf der Messe. Innovationen und Hightech versprechen zudem Institute und Forschungseinrichtungen am Campus-Gemeinschaftsstand. Neueste Erkenntnisse werden hier in einem Vortragsareal der breiten Fachöffentlichkeit vorgestellt. Mit dabei sind unter anderem das Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), die PFH Private Hochschule Göttingen und die Fachhochschule Münster. Auch am Gemeinschaftsstand junger, innovativer Unternehmen können überraschende Lösungen entdeckt werden.

Neu: „Gläserne Werkstatt“ im Technik-Forum Reha

Wozu braucht man auf einer Weltleitmesse für Orthopädie-Technik ein Rührgerät? Diese und weitere Fragen beantwortet die erste „gläsernen Werkstatt“ im Technik-Forum Reha. Denn hier kommen Rührgeräte, Kompressoren und eine Lackierkabine zum Einsatz. Täglich können Besucher in der Messehalle 3 erleben, wie ein Rollstuhl entsteht. Schritt für Schritt zeigen erfahrene Reha-Techniker diesen Prozess – vom ersten Maßnehmen bis zur fertig bezogenen Sitzschale. Auf der angrenzenden Teststrecke können Rollstuhlfahrer ausprobieren, ob ihr Rollstuhl richtig eingestellt ist – und wenn nicht, ihn gleich an Ort und Stelle von Otto Bock nachjustieren lassen. Die Firma Meyra zeigt im Technik Forum Reha, wie viel kleinteilige Arbeit in einem Elektrorollstuhl steckt. Schraube für Schraube entsteht vor den Augen der Zuschauer ein solches Gefährt.

Jugend im Fokus: Erstmals Jugend.Akademie TO in Leipzig

Mehrere hundert Schüler werden auf dem Messegelände in Leipzig erwartet, denn erstmals gibt es in diesem Jahr die Jugend.Akademie TO im Rahmen der ORTHOPÄDIE + REHA-TECHNIK. Ein spezielles Programm mit zentralem Meeting-Point in der Glasshalle, Führungen zu einzelnen Ausstellungsbereichen und einer Job- und Praktikumsbörse wurde für die Jugendlichen entwickelt. Untergebracht werden die Auszubildenden direkt vor Ort: in einem Camp Tür-an-Tür mit der Messehalle. So bleiben die Wege kurz und mehr Zeit zum Austausch und Networking.

Auch für das Publikum spannend…

Zwar ist die ORTHOPÄDIE + REHA-TECHNIK eine Fachmesse, aber Interessierte aus Leipzig und Umgebung können die Veranstaltung ebenfalls besuchen. Das lohnt sich besonders, wenn man Inklusion live erleben oder prominente Persönlichkeiten treffen möchte.

Roland Zahn und die Inklusions-Tour von Oliver Fleiner und Willi Lang machen auf der ORTHOPÄDIE + REHA-TECHNIK Station. Während Roland Zahn als Beinprothesenträger 2.000 Kilometer durch Deutschland wandert, fahren Oliver Fleiner und Willi Lang mit einem umgebauten Auto quer durch die Republik. Auf ihrer Reise besuchen sie Marktplätze, Schulen, Firmen, Kitas, Sportveranstaltungen, Kliniken und Messen, um das Miteinander von Behinderten und Nicht-Behinderten zu fördern. Roland Zahn möchte mit seiner Aktion, die er 2011 mit 1.000 Kilometern Strecke startete, vor allem zeigen, dass „Bewegung hilft“ und man sich trotz Handicap großen Herausforderungen stellen kann.

Prominent geht es am Messedonnerstag zu. Ab 7.00 Uhr joggt Joey Kelly zugunsten der Kinderrollstuhlsportgruppe des Reha-Sport Leipzig e.V. fünf Kilometer durch den Leipziger Clara-Zetkin-Park. Treffpunkt ist das Neue Rathaus. Am Nachmittag, ab 13.00 Uhr hält er auf dem Leipziger Messegelände seinen Motivationsvortrag „No Limits“ und berichtet von seinen Erlebnissen und Erfolgen als Extremsportler. Bereits um 12.00 Uhr trifft Wolfgang Joop auf der Messe ein und steht in einem Meet-and-Greet Rede und Antwort. Hier spricht Wolfgang Joop zum neuen „Bein-Bewusstsein“ und zur Zukunft eleganter und modischer Kompressionsstrümpfe. Damit ist die ORTHOPÄDIE + REHA-TECHNIK nicht nur das Messehighlight der Branche, sondern bietet auch für die interessierte Öffentlichkeit ein spannendes Programm.

„Ich bin auf die Schwierigkeiten offensiv zugegangen“

Interview mit Deutschlandwanderer Roland Zahn

Im Telefon-Interview mit dem Paritätischen Rundbrief erläutert Roland Zahn (75), wie es ist, mit einer Beinprothese eine Wanderung längs und quer durch Deutschland zu absolvieren – und zu genießen. Der fitte Rentner startete am 26. Februar von der Landesgeschäftsstelle des Sozialverband Deutschland, Landesverband Berlin-Brandenburg e.V. seine Wandertour, die ihn auf rund 2000 Kilometern bis ins bayerische Oberland führen soll.
Wo erwischen wir Sie gerade mit Ihrem Handy?
Ich bin jetzt in der Jugendherberge in Heringsdorf auf Usedom. Morgen habe ich einen Ruhetag, Massage vormittags, abends einen Vortrag in der Klinik Heringsdorf. Ich schätze mal, 10-20 Zuhörer werden kommen.
Was tragen Sie dann vor? Beschreibung der Wanderung? Gesundheitliche Dinge?
Gesundheitliche Dinge in Bezug auf „mehr Bewegung im Alltag“. Der Vortrag heißt „Mehr Bewegung hilft“. „Bewegung hilft“ ist auch das Motto, unter dem ich laufe. Mehr Bewegung, damit ist gemeint: Entweder ich bewege mich nach der Amputation immer weniger; dann reagiert der Körper darauf, er wird evtl. seine Fähigkeiten etwas abbauen. Wenn – im Gegensatz dazu – durch mehr Bewegung ein Trainingseffekt entsteht, dann baut der Körper auf.
Der Körper passt sich also in jedem Fall an?
Ja, positiv oder negativ. Gerade weil ich eine Amputation habe, ist Bewegung besonders wichtig. Im Kopf denke ich sowieso schon viel zu leicht, dass ich das und das nicht mehr kann, und wenn man dann denkt: ‚ich bin auch noch zu alt dafür‘, dann ist man ganz schnell am Abtrudeln.
Vorträge, Veranstaltungen, Pressetermine zwischendurch – wie organisieren Sie das? Haben Sie fleißige Menschen um sich, die das auf die Beine stellen?
Ich werde alles in allem etwa 2000 Kilometer gehen – so habe ich es geplant. Gottlob habe ich jetzt ein Team von Helfern des „Bundesverbandes für Menschen mit Arm- oder Beinamputation“ in Deutschland. Auch die Selbsthilfegruppe, die ich von Stuttgart aus einmal im Monat besuche, unterstützt mich nach Kräften. Und dann sind noch verschiedene andere Amputierte dabei, die im Hintergrund mithelfen.
Wie wirkt sich das Handicap aus, was sind die besonderen Erschwernisse unterwegs? Schmerzen, Krämpfe?
Mich schränkt die Schnelligkeit ein, die ich nicht mehr habe. Mit der Prothese bin ich – grob gesagt – in der halben Geschwindigkeit unterwegs, etwa 2 bis 3 Kilometer die Stunde. Aber: Ich bin auf die zu erwartenden Schwierigkeiten offensiv zugegangen und habe bald gemerkt, dass ich durchkomme und darauf immer wieder aufbauen kann.
Sind Sie eine Art Testperson für besondere Hilfsmittel? Krücken? Besondere Schuhe?
Nein! Es sind die normalen Gehhilfen. Und derbe wasserdichte Wanderstiefel. Auch die Kleidung ist normal.
Was haben Sie sich, wenn Sie übermorgen losziehen, für den Tag vorgenommen?
Von Międzyzdroje aus ich will ich am Stettiner Haff entlang Richtung Süden gehen.
Sie wollen ja irgendwann nach Leipzig und Dresden? Wie haben Sie Ihre Etappen festgelegt?
Es geht von hier aus Richtung Pasewalk, dann über Cottbus, Dresden, Leipzig, an Berlin vorbei, da war schon der Start. Dann rüber nach Magdeburg, dann möchte ich unbedingt über den Harz, dann komme ich nach Alsfeld, nach Suhl, an Meiningen vorbei, ein Stück Rennsteig, weiter Richtung Süden nach Hof, Bayreuth, Regensdorf, Passau, Straubing, am Chiemsee entlang, für einen Vortrag nach Garmisch, und zuletzt Landsberg am Lech und München, das ist dann das Ziel, am 11. Oktober.
Das hört sich an wie ein generalstabsmäßiger Plan, den Sie bis zum Ziel einhalten wollen. Wie schaffen Sie das?
Es ist ganz einfach: Die Route ist nicht kompliziert, ich weiß was ich am Tage laufe, ohne das eine Überforderung entsteht, 12-13 Kilometer. Dann 5 Wandertage pro Woche, 60 Kilometer, und dann 32 Etappen, dann sind es genau 2000 Kilometer.
Sie gehen in großen Bögen durch Deutschland.
Ich orientiere mich auch an den „gebuchten“ Sanitätshäusern, wo ich Vorträge halte – die Wanderroute richtet sich ein bisschen danach. Ich versuche, einen Wochenrhythmus einzuhalten, der auf‘s Wandern gut passt, also durchschnittlich 5 Wandertage und dann 2 Ruhetage. An den beiden Ruhetagen steht dann auch mal ein Vortrag an. Manchmal kann es sein, dass ich am Wochenende drei Vorträge habe, oder einen auch mal innerhalb der Woche, direkt nach der Tages-Tour.
Diese Vorträge sind organisiert von Sanitätshäusern?
Die habe ich teilweise vor dem Start angesprochen, den Rest machen wir noch von unterwegs. Ich habe immer eine Begleitperson, zusätzlich unterstützt mich die Geschäftsstelle des Bundesverbands für Menschen mit Arm- oder Beinamputationen. Inhalt des Vortrages: mehr Bewegung und mehr Information. Man kann als Amputierter natürlich am besten mit anderen Amputierten sprechen. Selbsthilfegruppen sind unterwegs ganz wichtig. Man kann sich da am besten unterhalten, man öffnet sich viel leichter, Anregungen gibt’s, so dass auch zur Gründung von Selbsthilfegruppen unterwegs aufgerufen wird.
Wie verläuft ein klassischer Wandertag bei Ihnen? Nehmen wir den heutigen Tag.
Wie jeden Morgen bin ich um 5 Uhr aufgestanden, um 7 bin ich zur Küche gegangen, konnte mir das Frühstück schon mal zum Mitnehmen richten. Dann bin ich direkt auf dem Sandstrand gegangen, manchmal auf den Promenadenweg gewechselt. Auf dem Sandstrand läuft sich’s etwas langsamer, weil man etwas einsinkt.
Ist es nicht ziemlich beschwerlich im Sand?
Sehr beschwerlich, aber auf dem nassen, festen Sand kann man wunderbar laufen. Dann knirschen die Muscheln ein bisschen, und man läuft auch mal an den Wellen entlang, das ist sehr schön! Irgendwann bekam ich Hunger. Ich hatte ja mein Frühstück dabei, es waren drei Teile und ein bisschen Müsli, das ich mir für den Tag eingeteilt hatte, das hat dann auch völlig gereicht. Dann habe ich gegessen, einiges getrunken, es dauerte so eine halbe Stunde. Dann weiter, es fing an zu nieseln, und das ging dann in Dauerregen über. Ich habe immer die Regenjacke mit, ich habe Regenhose und diese Stiefel, überall geht nix durch. Ich habe mich tatsächlich bei der zweiten Rast auf ein etwas runtergerutschtes Gras am Steilrand der Düne gesetzt, und dann habe ich bei Regen auf einer Sitzunterlageganz gemütlich gegessen. Ein unbeschreibliches, wunderbares Erlebnis, im Regen am Strand etwas zu essen, wo die Wellen rauschen.
Das müssen Sie unbedingt bei Ihren Vorträgen erzählen.
Das glaubt mir wahrscheinlich niemand.
Kommen Sie immer in Jugendherbergen unter? Sie haben ja auch Vorträge oder Verabredungen, wo es keine günstigen Jugendherbergen gibt.
Wir versuchen, aus Kostengründen preiswerte Quartiere zu organisieren, dazu zählen auf jeden Fall die Jugendherbergen. Dort geht es auch sehr kommunikativ zu.
Sie sind beim Berliner Landesverband des SoVD gestartet. Hat es damit eine besondere Bewandtnis?
Die Geschäftsstelle vom Bundesverband hat gemeint, wir brauchen jemanden als Startpunkt, und da hatte jemand die Idee dort zu fragen. Und dort wurde ich sehr freundlich begrüßt, es war ein Sonntag, da hat sich extra jemand bereit gefunden dort zu sein, inklusive einer großartigen Frühstücksbewirtung, und ich habe einen wunderbaren Berliner Bären mitbekommen, den habe ich an meinem Rücksack gehängt. Den kriegt dann meine Enkelin und ich sage ihr, der ist 2000 Kilometer gewandert. Auf ihre ungläubigen Augen freue ich mich jetzt schon.
Viele Leute bewundern Sie dafür, dass man mit so einem Handicap – und dann auch noch in Ihrem ziemlich hohen Alter – gut unterwegs sein kann.
Das ist natürlich das Gesprächsthema Nr. 1, wenn ich unterwegs mit Leuten spreche. Aber ich bin eben früher gerne gewandert – und dann verliert man ein Bein, und dann kann man das nicht mehr, was man so gerne gemacht hat. Da braucht man dann nur noch auf die Idee zu kommen: Das will ich wieder haben – trotz alledem. So ist‘s mir ergangen.
Nach der Operation soll Ihre Nachbarin Sie ermuntert haben: Gehen Sie doch mal ein paar Meter vor die Tür – und dann wurden aus den paar Metern immer mehr.
Ich bin gelaufen, es wurde automatisch immer mehr. Man steigert sich dadurch, weil der Körper mitzieht, die Bewegung aufzubauen. Und dadurch entsteht ein Rhythmus, den man sich in kleinen Schritten aufbaut. Das beste Erlebnis ist auch, wenn ich mit der Prothese Berge hochsteige: Man atmet tiefer, man hat viel mehr Sauerstoff, man kann dadurch den Kreislauf unterstützen, den Stoffwechsel durch den Sauerstoff, es wird besser verbrannt. Ich erzeuge dabei ja Energie, wenn ich besser verbrenne. D.h. ich habe viele Vorteile für den gesamten Organismus, und das merke ich auch gefühlsmäßig.
Gleichwohl müssen Sie auch auf Signale des Körpers achten. Bei welcher Gelegenheit erfahren Sie Ihre Grenzen?
Es ist bis jetzt niemals zu dem Punkt gekommen, dass ich erschöpft bin. Ich habe es eben auch nicht übertrieben. Ich weiß ganz genau, wenn ich mich übernehme, dann vergeht mir auch die Lust und ich würde das nicht weiter machen.
Sie gehen offenbar mit einem idealen Gewicht auf die Piste.
Ich habe mich vorher gewogen, das war ein Kilo über dem Idealgewicht. Das ist gut. Wenn man zuviel Gewicht mittragen muss, das belastet ja alles, Muskeln, Gelenke.
Haben Sie sich, bevor Sie losgegangen sind, durchchecken lassen auf Herz und Nieren?
Ich bin zum Orthopäden und allen möglichen anderen Ärzten gegangen. Resultat: Ich habe keine großen Probleme, wahrscheinlich auch deswegen, weil ich meine Ernährung seit etlichen Jahren rigoros umgestellt habe, auch deswegen habe ich unterwegs ein gutes Gefühl.
Tut Ihnen eigentlich der Stumpf weh? Müssen Sie den besonders behandeln? Der ist ja unter Belastungen, die andere Amputierte so nicht haben?
Ja, der Beinstumpf wird bei jedem Schritt einmal mit dem gesamten Körper belastet. Ich muss in einen Schaft hinein, das ist eine spezieller Kunststoffhülle, die auf den Stumpf aufgezogen wird und die dann Bindeglied zwischen Haut und dem festen Material ist. Und da kann es reiben, drücken, Entzündungen können entstehen. Schon deswegen braucht der Stumpf natürlich meine regelmäßige Behandlung.
Sie gehen ja auch, vor allen Dingen wenn gutes Wetter ist, sehr ostentativ mit Ihrer Behinderung um. Ich habe Bilder gesehen, auf denen man ihre Prothesen sehr deutlich sieht.
Das ist Absicht! Auch um mit Leuten während der Tour ins Gespräch zu kommen.
Wie reagieren denn die Leute so – auf Usedom und anderswo –, wenn sie Ihnen begegnen?
Es sind 2 oder 3 Leute am Tag, die mich ansprechen. jüngere und ältere. Darüber freue ich mich natürlich.Vor ein paar Tagen bin ich Greifswald losgelaufen, und da kam eine jüngere Frau hinterher, die eigentlich eine Runde joggen wollte, aber sie fragte, ob sie mitkommen könnte. Dann sind wir 2 Kilometer miteinander gelaufen und haben uns wunderbar unterhalten. Wie geht so was? Warum machen Sie das? Kürzlich drehte ein Radfahrer extra um und sagte: „Sie habe ich doch im Fernsehen gesehen, und ich habe Sie an dem Teddy erkannt“. Das war jetzt schon mindestens sechs Mal, dass deswegen die Leute gekommen sind. Der Berliner SoVD-Bär „Roland“ ist so etwas wie mein Markenzeichen unterwegs geworden.
Sie haben ja auch auf Ihrer Webseite und in den Medien Leute eingeladen, Sie ein Stück zu begleiten. Gibt es Leute, die das Angebot wahrnehmen?
Auf jeden Fall. Neulich auf Rügen hat mich ein Amputierter, auch er mit Prothese, einen ganzen Tag begleitet. Wir sind an dem Tag 12 Kilometer gewandert von Binz nach Göhren, eine fantastische Sache. Er ist jünger und schneller als ich, aber er ist wunderbar auf mich eingegangen. Er war auch sehr trainiert und widerstandsfähig, eine Ausnahme bei den Amputierten.
Haben Sie eigentlich – ich habe mit großer Faszination von Ihrer Tour Leipzig-Tübingen im vergangenen Jahr gelesen – Lehren daraus gezogen? Haben Sie was für Ihren Marsch in diesem Jahr mitgenommen? Was werde ich nie wieder tun? Was werde ich besser tun, was ich im letzten Jahr versäumt habe?
Ich achte sehr auf Ernährung! Wenn ich Anforderungen an mich stelle, Energie verbrauche, muss ich Energie auch vorher qualitativ richtig speichern. Dann muss es natürlich eine gute Prothese sein, genauso muss es ein guter Schaft sein. Aber wenn ich selbst nicht in Ordnung bin, dann nützt mir die beste Prothese, der beste Schaft nichts. Deswegen hat die Ernährung Vorrang.
Und die Motivation, die Seelenlage? Gibt es bei Ihnen auch so was wie: Kein Bock mehr?
Das kenne ich Gott sei Dank nicht. Ich gehe sehr gern. Seit ich die erste Probewanderung gemacht habe, habe ich gemerkt, am besten geht es mir, wenn ich auf die Schwierigkeiten und die Widerstände so schnell wie möglich zugehe, weil ich sie dann am einfachsten bewältigen kann. Ich komme dann am besten drüber weg und merke, es ist alles höchstens halb so schlimm, wie es vorher ausgesehen hat. Auch weil ich das weiß, habe ich vor nichts mehr Furcht.
Wie belohnen Sie sich abends, wenn Sie Ihre Etappe beendet haben? Wie lassen Sie einen Tag wie diesen ausklingen?
Da ist nicht viel mit Ausklingen, ich habe noch Arbeit vor mir – Berichte sind zu schreiben, die Bilder zu verschicken. Und dann muss ich gegen 9 Uhr ans Bett denken. Ich stehe schließlich um 5 Uhr morgen früh auf.
Herr Zahn, weiterhin viel Glück und guten Weg!

Nordkurier – Lokales – Prenzlau

http://www.nordkurier.de/cmlink/nordkurier/lokales/prenzlau/er-wandert-einbeinig-durch-die-ganze-republik-1.415033

Er wandert einbeinig durch die ganze Republik

Durch Medizinpfusch verlor Roland Zahn im Jahr 2006 sein rechtes Bein. Der 75-jährige Leipziger lässt sich aber nicht entmutigen und wandert 2000 Kilometer quer durch Deutschland. Auch in der Uecker-Randow-Region machte er Station.
Können Sie sich das vorstellen?: Sie wachen morgens auf und ein Bein oder Arm fehlen? Roland Zahn ist es so ergangen. Der gebürtige Leipziger war 1955 als 18-Jähriger in den Westen abgehauen. In Leipzig hatte er Plakatmaler und Dekorateur gelernt, in Stuttgart Grafikdesign studiert. Er arbeitete in der Werbung für Verlage und Unternehmen. Als Computer die Zeichner ersetzten, jobbte Roland Zahn unter anderem vier Jahre als Kurierfahrer. Die langen Nachtfahrten führten zu einer Venenentzündung im rechten Bein, der zu eng gesetzte Verband verschlimmerte die Sache noch. Operationen an sechs Stellen folgten. „Das Krankenhausbett wurde gebraucht, ich zu früh entlassen, denn zwei Stellen waren noch entzündet“, erzählt der
75-Jährige. 14 Operationen brachten keinen Erfolg, 2006 wurde das rechte Bein in der Tübinger Klinik amputiert. Insgesamt 14 Monate hatte der Leipziger da schon in Krankenhäusern und Reha-Kliniken zugebracht, dann zwölf Monate im Rollstuhl gesessen. „Also 28Monate Muskelabbau“, so Zahn. Was sollte nun werden?
„Meine Hauswirtin sagte, ich soll endlich wieder laufen. Das war der Anstoß“, erzählt der Wahl-Stuttgarter. Mit der Prothese probierte er es erst einen Kilometer, dann zwei. „Das war sehr anstrengend, aber es lief von Tag zu Tag besser, der Körper baut sehr schnell wieder auf.“ Und er fand im nahen Nürtingen eine Selbsthilfegruppe, die ihn herzlich aufnahm und mit der er dann wieder erste Wanderungen bestritt. „Denn früher bin ich gerne gewandert. Und ich hatte damals die Idee, von Stuttgart nach Leipzig zu laufen, sie aber nie verwirklicht“, erzählt Roland Zahn. Doch jetzt wollte er seine Idee in die Tat umsetzen: „Ich wollte mir mehr Bewegung erarbeiten und damit beweisen, dass man trotz Prothese gesünder und aktiver am Leben teilhaben kann. Dass man sich mit kleinen Schritten steigern und entwickeln kann. Dass man nicht aufgeben darf. Dass die Schwierigkeiten einer vorübergehenden Anstrengung dem deprimierenden körperlichen Abbau durch Resignation und Bewegungsmangel immer vorzuziehen sind. Dass die Herausforderungen das Dasein würzen und wieder spannend machen.“
Im vergangenen Jahr lief er mit seiner mit einem elektronischen Knie ausgestatteten Prothese die 1000 Kilometer von Leipzig nach Baden-Württemberg in 104 Tagen. Genau am Jahrestag der Amputation traf er in Tübingen ein. Und in diesem Jahr hat er sich eine doppelt so lange Strecke vorgenommen. 2000 Kilometer und 160 Tage quer durch die Republik. Er startete am 26. Februar in Berlin, wanderte über Neuruppin und Waren nach Rostock und Stralsund, weiter auf die Inseln Rügen und Usedom und dann durch die Uecker-Randow-Region nach Prenzlau. Dort machte er in der Orthopädie-Werkstatt des Delfin-Sanitätshauses Station, berichtete vor anderen Betroffenen über seine Erlebnisse.
Jetzt wandert Roland Zahn weiter nach Süden, am 11. Oktober will er in München eintreffen. „Man muss sich bewegen, damit hat man mehr Möglichkeiten im Leben“, weiß der zweifache Vater und Großvater. „Meine Enkel finden das cool“, sagt Roland Zahn. 30 bis 40 Vorträge wird er auf seinen Stationen bis Bayern halten, seine Botschaft ist: „Mir tut Bewegung gut. Jedem tut Bewegung gut.“ Mitwanderer, egal ob „Einbeiner“ oder „Zweibeiner“ sind willkommen.

www.bewegung-hilft-dir.de

Nordkurier – Lokales – Prenzlau

http://www.nordkurier.de/cmlink/nordkurier/lokales/prenzlau/einbeiniger-leipziger-wandert-unverdrossen-durch-die-weite-welt-1.414188

Einbeiniger Leipziger wandert unverdrossen durch die weite Welt

Von unserem Redaktionsmitglied
Oliver Spitza

Durch Medizinpfusch verlor Roland Zahn 2006 sein rechtes Bein. Der 75-jährige Leipziger lässt sich aber nicht entmutigen und wandert 2000 Kilometer quer durch die Republik.

Uckermark.Können Sie sich das vorstellen? Sie wachen morgens auf und ein Bein oder Arm fehlen? Roland Zahn ist es so ergangen.
Der gebürtige Leipziger war 1955 als 18-Jähriger in den Westen abgehauen. In Leipzig hatte er Plakatmaler und Dekorateur gelernt, in Stuttgart Grafikdesign studiert. Er arbeitete in der Werbung für Verlage und Unternehmen. Als Computer die Zeichner ersetzten, jobbte Roland Zahn unter anderem vier Jahre als Kurierfahrer. Die langen Nachtfahrten führten zu einer Venenentzündung im rechten Bein, der zu eng gesetzte Verband verschlimmerte die Sache noch. Operationen an sechs Stellen folgten. „Das Krankenhausbett wurde gebraucht, ich zu früh entlassen, denn zwei Stellen waren noch entzündet“, erzählt der
75-Jährige. 14 Operationen brachten keinen Erfolg, 2006 wurde das rechte Bein in der Tübinger Klinik amputiert. Insgesamt 14 Monate hatte der Leipziger da schon in Krankenhäusern und Reha-Kliniken zugebracht, dann zwölf Monate im Rollstuhl gesessen. „Also 28Monate Muskelabbau“, so Zahn. Was sollte nun werden?
„Meine Hauswirtin sagte, ich soll endlich wieder laufen. Das war der Anstoß“, erzählt der Wahl-Stuttgarter. Mit der Prothese probierte er es erst einen Kilometer, dann zwei. „Das war sehr anstrengend, aber es lief von Tag zu Tag besser, der Körper baut sehr schnell wieder auf.“ Und er fand im nahen Nürtingen eine Selbsthilfegruppe, die ihn herzlich aufnahm und mit der er dann wieder erste Wanderungen bestritt. „Denn früher bin ich gerne gewandert. Und ich hatte damals die Idee, von Stuttgart nach Leipzig zu laufen, sie aber nie verwirklicht“, erzählt Roland Zahn. Doch jetzt wollte er seine Idee in die Tat umsetzen: „Ich wollte mir mehr Bewegung erarbeiten und damit beweisen, dass man trotz Prothese gesünder und aktiver am Leben teilhaben kann. Dass man sich mit kleinen Schritten steigern und entwickeln kann. Dass man nicht aufgeben darf. Dass die Schwierigkeiten einer vorübergehenden Anstrengung dem depremierenden körperlichen Abbau durch Resignation und Bewegungsmangel immer vorzuziehen sind. Dass die Herausforderungen das Dasein würzen und wieder spannend machen.“
Im letzten Jahr lief er mit seiner mit einem elektronischen Knie ausgestatteten Prothese die 1000 Kilometer von Leipzig nach Baden-Württemberg in 104 Tagen. Genau am Jahrestag der Amputation traf er in Tübingen ein. Und in diesem Jahr hat er sich eine doppelt so lange Strecke vorgenommen. 2000 Kilometer und 160 Tage quer durch die Republik. Er startete am 26. Februar in Berlin, wanderte über Neuruppin und Waren nach Rostock und Stralsund, weiter auf die Inseln Rügen und Usedom und dann über Pasewalk nach Prenzlau. Am Donnerstag machte er in der Orthopädie-Werkstatt des Delfin-Sanitätshauses von Orhan Kiziltas in der Kleinen Baustraße Station, berichtete vor anderen Betroffenen über seine Erlebnisse.
Gestern wanderte Roland Zahn weiter nach Süden, am 11. Oktober will er in München eintreffen. „Man muss sich bewegen, damit hat man mehr Möglichkeiten im Leben“, weiß der zweifache Vater und Großvater. „Meine Enkel finden das cool“, sagt Roland Zahn. 30 bis 40 Vorträge wird er auf seinen Stationen bis Bayern halten, seine Botschaft ist: „Mir tut Bewegung gut. Jedem tut Bewegung gut.“ Mitwanderer, egal ob „Einbeiner“ oder „Zweibeiner“ sind willkommen. Informationen gibt es auf der Internetseite von Roland Zahn: www.bewegung-hilft-dir.de

Gesundheitszentrum Greifswald GmbH: 29.03.2012 Wanderer in Greifswald und im GZG

Einzelansicht

29.03.2012 Wanderer in Greifswald und im GZG

30.03.2012,

Eigentlich wollte Roland Zahn heute nicht wandern, eigentlich hat er heute „wanderfrei“. Denn am Mittwoch kam er nach einer fast 15km langen Tagestour von seinem Startort Horst in Greifswald an. Aber für die Mitarbeiter des Gesundheitszentrums machten er und sein Begleiter Herr Stefan Hartung heute einen Ausnahme und das gerne. Eine spontane Wandereinladung mit ortskundigen Führern nimmt er gerne und sofort an. Frau Nagel (Verwaltung), Frau Spiering (Verwaltung) und unser Orthopädietechnik – Auszubildender Steffen Hagemeister zeigten Herrn Zahn unsere schöne Hansestadt Greifswald. Sie wanderten den Ryck entlang, vom Museumshafen bis nach Wieck. Das war genau nach dem Geschmack von Herrn Zahn, denn beim Wandern kommt man sich näher, sagt er. Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Wandergruppe lachend am Ziel , der Wiecker Brücke, ankommt. Ja , Herr Zahn hatte recht- sie sind sich näher gekommen.

v.l. Stefan Hartung, Silke Spiering, Roland Zahn, Steffen Hagemeister

Wieder im Gesundheitszentrum eingekehrt, wurden die Wanderer schon von wissbegierigen Kunden unseres Unternehmens erwartet. Bei einer kleinen Kafferunde erzählte Herr Zahn von seiner aktuellen Wandertour und von seinen Abenteuern, die er schon bei seiner 1000km Wanderung im Jahr zuvor erlebt hat. Unsere Kunden, selbst auch Prothesenträger, hatten viele Fragen und freuten sich über sie Tipps und Informationen, die ihnen Herr Zahn geben konnte. Aber auch wir, die Techniker- die, die diese Prothesen für unsere Kunden bauen und unsere Kunden beraten, konnten viel über die Anwenderprobleme und Anwenderwünsche erfahren.

v.l. Stefan Hartung, Hans-Magnus Holzfuß, Roland Zahn,
Birgit Nagel, Silke Spiering, Steffen Hagemeister

Wir bedanken uns bei Herrn Zahn für den schönen Tag bei uns und wünschen ihm alles Gute bei seiner noch langen Wanderung durch Deutschland, denn den größten Anteil des Weges hat er noch vor sich. Und so freuen wir uns, dass unsere Erfurter Partnerfirma BOS-Erfurt , Herrn Zahn auch für eine „Pause“ gewinnen konnte und er die thüringische Hauptstadt mit den Kollegen dort „erwandern“ kann.

Roland Zahn

Wir hoffen, dass ihn noch viele Wanderer auf seiner Tour begleiten und dass er dabei vielen interessierten und betroffenen Menschen weiterhelfen kann.

Fazit des Tages war: Wer sich bewegen will muss sich Ziele setzen, ob man so viel wandert wie Herr Zahn, oder ob man kleinere Schritte macht- ein Ziel muss man haben, da waren wir uns mit Herrn Zahn einig.

Wer Herrn Zahn weiterhin „begleiten“ möchte, kann dies tun. Unter www.ampuwiki.de/wiki/Aktion_Bewegung_hilft kann man seine Abenteuer verfolgen und dank seiner Tagebucheintragungen miterleben.

Nordkurier – Lokales – Prenzlau

http://www.nordkurier.de/cmlink/nordkurier/lokales/prenzlau/erste-selbsthilfegruppe-fur-amputierte-geplant-1.406225

Erste Selbsthilfegruppe für Amputierte geplant

Von unserem Mitarbeiter
Christian Menzel

Die Begegnung mit Roland Zahn hat Sabine Dobslaw, Koordinatorin der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (KISS) der Diakonie Güstrow, tief beeindruckt. Der Mann war mit einer Beinprothese 2000 Kilometer durch Deutschland gewandert.

Die Begegnung mit Roland Zahn hat KISS-Koordinatorin Sabine Dobslaw tief beeindruckt. Foto: Menzel

Güstrow.Während seines Aufenthalts in Güstrow hatte der 75-jährige Träger einer Beinprothese von seinem Vorhaben berichtet, innerhalb von 32 Wochen 2000 Kilometer durch Deutschland zu wandern (wir berichteten). Betont hatte er dabei immer, dass ihm neben eigener eiserner Disziplin eine Selbsthilfegruppe den Mut und die Motivation gegeben habe, aus dem Rollstuhl wieder in ein aktives Leben zu finden.
In der Region Güstrow wirken etwa 70 Selbsthilfegruppen unter dem Dach der Diakonie. Das Spektrum reiche dabei von Aphasikern über Essstörungen und Leben mit Depressionen und Demenz bis aktuell zur bevorstehenden Gründung einer neuen Gruppe von Menschen mit Herzproblemen, beschreibt Dobslaw. Dabei gäbe es größere Selbsthilfegruppen mit bis zu 15 Mitgliedern und kleinere, zu denen sich vier bis sechs Menschen zusammengeschlossen hätten. Manche suchten die Öffentlichkeit, andere würden eher zurückgezogen wirken. „Aber immer war es bisher so, dass Menschen eine Selbsthilfegruppe zur Bewältigung ihrer Probleme suchten und die KISS bei der Gründung und der anfänglichen Begleitung behilflich war“, sagt die Koordinatorin.
Die Begegnung mit Roland Zahn habe sie nun auf die Idee gebracht, doch einmal einen anderen Weg zu versuchen. „Nach meinen Informationen gibt es in der Region um Güstrow etwa 100 Menschen, die mit Amputationen leben müssen. Ihnen wollen wir über die KISS eine Selbsthilfegruppe anbieten, in der sie Kraft aus der Gemeinsamkeit schöpfen können“, schlägt Dobslaw vor. Ein Gespräch mit einem Sanitätshaus habe bereits stattgefunden, versichert sie.
Übrigens verfolgt sie nun genau den Weg von Roland Zahn durch Deutschland. Als er nach seinem Vortrag in Güstrow zu einer weiteren Wanderetappe aufbrach, hatte sie ihn gemeinsam mit Mitgliedern von Güstrower Selbsthilfegruppen ein Stück begleitet.

Beinamputierter Wanderer macht Station in Greifswald

http://www.greifswald-netz.de/174/2012-1404/roland-zahn-wanderung-greifswald.html

Roland Zahn möchte andere Menschen mit Handicap dazu motivieren, ihr Leben informierter, bewusster und aktiver zu gestalten
Mit 75 und Oberschenkelprothese – von der Spree bis zur Isar – 2000 Wanderkilometer in 160 Wandertagen

(Greifswald) Roland Zahn, 75 Jahre und seit 2006 oberschenkelamputiert, macht seit dem 26. Februar 2012 eine 2000 km-Wanderung durch Deutschland und wird dabei auch in der Hansestadt Greifswald Station machen. Damit möchte Herr Zahn andere Beinamputierte, bzw. Menschen mit Handicap, unter dem diesjährigen Motto „MEHR Bewegung hilft“ dazu motivieren, ihr Leben informierter, bewusster und aktiver zu gestalten.

Am 29.03.2012 macht Herr Zahn in Greifswald Station. In Zusammenarbeit mit der OT aktiv GmbH hält Herr Zahn um 18.30 Uhr im Theatersaal des BBW Greifswald einen Vortrag, während dessen er seine spannenden Erlebnisse und Beweggründe schildert. Wer sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen möchte, ist herzlich eingeladen. Für einen kleinen Snack und Getränke ist gesorgt.

Ebenfalls besteht die Möglichkeit, sich über die Arbeit des „Verein zur Förderung des Landesleistungszentrums für Behindertensport in Greifswald e.V.“ und seine Unterstützung für den Sport mit Handicap zu informieren.

Anmeldung unter Tel. info

2000 Kilometer mit 75 Jahren und nur einem Bein – nnn.de

http://www.nnn.de/

2000 Kilometer mit 75 Jahren und nur einem Bein

2000 Kilometer zu Fuß durch Deutschland – und das im Alter von 75 Jahren. Das ist eine gewaltige Leistung. Doch Wanderer Roland Zahn setzt noch einen drauf: Im Jahr 2006 wurde sein rechtes Bein amputiert, seitdem trägt der gebürtige Leipziger eine Oberschenkelprothese. Unmöglich? Nein. Gestern machte Roland Zahn auf seiner Deutschland-Tour Station in Güstrow, erzählte von Überwindung, Mut und Anstrengung, vom Spaß an der Bewegung und der Leidenschaft für das Wandern.

Durchschnittlich 62,5 Kilometer schafft Roland Zahn pro Woche, seit drei Wochen ist er unterwegs, hat also noch mehr als 1800 Kilometer vor sich. Kein Grund für den 75-Jährigen den Kopf hängen zu lassen. „Ich habe einfach die Kondition. Bewegung macht mich glücklich“, sagt er selbstbewusst. Die Strapazen sind dem Wanderer nicht anzumerken, gestern bei seinen Auftritten im Ambulanten Reha-Zentrum Güstrow und im Sanitätshaus Beerbaum, wo er anschaulich über seine Tour Auskunft gab. Doch nicht nur der Spaß an der Bewegung lässt den Oberschenkelprothesenträger auf diesen Gewaltmarsch gehen, er hat auch einen klaren Aufklärungsanspruch. „Ich will auf dieser Tour mit anderen Amputierten zusammenkommen, ihnen Mut machen, sich zu bewegen“, sagt er.

Mehr als 200 000 amputierte Menschen gäbe es in Deutschland, viele davon mit Informations- und Versorgungsdefiziten, Depressionen, Zukunftsängsten oder Bewegungsmangel. Roland Zahn kennt das aus eigener Erfahrung. Als sein Bein 2006 nach einer Venenentzündung amputiert werden musste, fiel er in ein Loch. Nach 14 Klinikaufenthalten dachte er: „Das ist das Ende.“ Ein Jahr war er an den Rollstuhl gefesselt. Dann spornte ihn seine Vermieterin an, doch mal aufzustehen und wieder selbst zu gehen. Es kostete Roland Zahn Überwindung, doch er fasste wieder Mut, ging immer weitere Strecken. „Mir wurde klar: durch Bewegung kann man seine Gesundheit am besten fördern. Man muss an sich arbeiten. Das erfordert natürlich Anstrengung“, sagt er. Seine Selbst-Mobilisierung ging Schritt für Schritt weiter – bis zu seiner jetzigen Deutschland-Tour.

Geholfen hat Roland Zahn nach seiner Amputation auch eine Selbsthilfegruppe. Die Gründung solcher Gruppen regt Zahn an jedem seiner Etappen-Stopps bundesweit an. „In solchen Selbsthilfegruppen ist für möglichst viele Amputierte ein Informationsaustausch wohnortnah möglich“, sagt er. Noch existiert keine solche Gruppe in Güstrow und Umgebung. Doch Sabine Dobslaw, Koordinatorin der Kontakt- und Informationsstelle Selbsthilfe (Kiss) in Güstrow, ist von Roland Zahn so begeistert, dass sie jetzt in die Offensive gehen will. „Beeindruckend, dass er sich dieser extremen Herausforderung stellt“, sagte sie gestern. „Wir als Kiss werden jetzt aktiv werden, um eine Selbsthilfegruppe für Amputierte ins Leben zu rufen.“

Unterdessen ist Roland Zahn schon wieder unterwegs. Heute Abend will er in Rostock sein. Schluss der Tour ist im Oktober in München.

Presse – „Roland Zahn“

Web 1 neues Ergebnis für „Roland Zahn“
Wanderer mit Handicap | NDR.de – Fernsehen – Sendungen A – Z
Mit Oberschenkelprothese 2.000 km in 160 Tagen quer durch ganz Deutschland wandern
www.ndr.de/fernsehen/sendungen/…/nordmagazin9723.html

Roland Zahn zur 2000-Kilometer-Wanderung gestartet — kobinet

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,28817/ticket,g_a_s_t

Roland Zahn zur 2000-Kilometer-Wanderung gestartet.

Berlin (kobinet) 75 Jahre alt ist Roland Zahn. Er hat eine Oberschenkelprothese. Heute startete der Mann in Berlin eine Wanderung, die ihn in 160 Tagen über 2000 Kilometer von der Spree über die Ostseeküste bis an die Isar führen soll.

Mit der Aktion „Bewegung hilft“ möchte er unter dem Motto „Baue dich auf, bevor du abgebaut wirst“ seine Mobilität und Gesundheit stabilisieren und zugleich andere Amputierte dazu motivieren, ihr Leben informierter, bewusster und aktiver zu gestalten.

Unterstützt wird Zahn durch den Bundesverband für Menschen mit Arm- oder Beinamputation in München, wo das Ziel der Wanderung ist. Am Startort hat der Sozialverband Deutschland durch seinen Landesverband Berlin-Brandenburg die Wandertour als beispielhafte Aktion gewürdigt. Sie zeige, dass auch Menschen mit und trotz Behinderung aktiv im Leben stehen und sich durch ihre Behinderung nicht benachteiligt fühlen müssen. sch

Leserbriefe zu diesem Artikel:.

K. Stern schrieb am 28.02.2012, 06:55

Das interessiert mich ebenso.

Herr Zahn,

ist das Unternehmen Otto Bock ihr Sponsor? Was war die Voraussetzung (außer, dass Sie mit Prothese laufen), dass das Unternehmen Otto Bock Ihre Wanderung gesponsert hat? Dass Sie als leicht integrierbar hingestellt worden sind und hingestellt werden?

K. Stern, Rostock

ursula lehmann schrieb am 27.02.2012, 14:05

roland zahn

sind Sie Kunde von Otto-Bock?